Temparaturen aufwärts. Tage werden länger, Tage werden heller. Nach dem Frühling kommt auch mal der Winter, aber dazwischen kann man den Winter auch erstmal abhaken. Erstmal den Frühling mitnehmen, mit dem Frühling gehen. An den Frühling anknüpfen. Weitergehen. Den Winter verlassen. Ich freue mich auf die Helligkeit. Und klar, eigentlich würde ich es lieber in Berlin durch und mitmachen. Den neuen Frühling in Berlin erleben. Ich bin noch jung. Ich werde reifer.
Ich knüpfe nicht an. An keine Beziehung. Vielleicht wie ein Mann. Vielleicht einfach bloß erwachsener. Zu spät ist Illusion. Es geht weiter und ich hoffe mit dem Frühling komme ich wieder zu Kräften. Den Blick abrichten, ablenken. Das kommende will ich nicht schwerer machen. Eigentlich würde ich mich gerne freuen und es scheint bloß so, als wäre Freude in Sicht, doch vorher muss ich was loslassen. Ganz allein für mich. Jeder sollte es machen oder schon getan haben. Es ist in Sicht.
Doch es liegt noch schwer, es liegt noch etwas dazwischen und weil ich es ja doch noch nicht schaffe, mich anders zu verknüpfen, lasse ich es doch wieder sein und ich erinnere mich wieder an die Jugend, an die Kindheit, an vergangene Beziehungen. Der Dude würde sagen, du lebst in der Vergangenheit. Zurück geht es ohnehin nicht, zumindest nicht physisch, also erinnert mich der Traum ständig daran. Also lebe ich viel in Träumerei, in Erinnerung. Ich sollte das mal aktiver aufgeben, aktiver woanders hindenken, mich ablenken.
Ist doch eigentlich ziemlich leicht das mit den Beziehungen, mit den Menschen um mich. Jeder lebt so sein Ding, so lässt es sich leichter denken, leichter freuen und was ist schon heilig? Der Papst und der verdammte Sex. Ich bin kein Papst, kein Heiliger und die Beziehungen die ich hatte waren es auch nicht, also wozu ein Drama und Tragödie, wenn es doch auch Spaß machen kann, nicht immer Spaß machen sollte, nicht immer zu spaßen ist, aber den Spaß gibt es eben auch und so macht man eben seinen Kram, sollte ja jeder, tut ja auch irgendwie jeder. Ist es mit der Liebe und der Freundschaft doch gar nicht so schwer, kann man auch relativ leicht mit umgehen und jedem seine Freude und Spaß lassen. Ist so eine Sache mit den Grenzen. Ich kann nicht einschreiten, sollte es auch nicht, kann nichts verhindern. Jedem das seine.
Ich will den ernst etwas verlassen. Die Wut, das Böse, den Ärger nicht mehr so verbissen sehen. Mich selbst und die manchmal tiefste Sorge gelassener sehen. Freier davon sein, aber mich deshalb auch begrenzen und mich nicht in diese Gefahr reinziehen. Muss man aufpassen, doch mit der Zeit wird das besser, etwas einfacher und leichter. Einen Plan habe ich eigentlich nicht. Ich muss keine Beziehung mehr haben. Geht ja auch gar nicht. Jeder lebt dann ja doch immer sein Leben, ist gut es so zu sehen, es so zu lassen. Kommen und Gehen ohne Wertung, ohne größeres Gewicht, ohne etwas an mir wichtiger zu machen. Soll ja doch irgendwie bei jedem alles irgendwie gleich sein.
Also nicht so anstellen, nicht so ernst nehmen, nicht zu wichtig machen. Nicht zu nahe herankommen lassen. Zieht es sonst ja doch ins bodenlose. Sie tut es sowieso nicht. Ist davon freier, kann es lassen. Zieht nicht daran, lässt es so und es geht eben weiter mit was anderem. Schön und gut und schon vorbei. Etwas anderes interessiert mich jetzt, sollte mich jetzt interessieren. Lässt sich nicht mehr diskutieren. Kommt was neues. Interessiere mich für was neues. Da gibt es nichts aufzuhalten.