Montag, 16. April 2012

Ich lege da keinen Wert drauf - mache mir nicht mal Gedanken darüber



Aber dir ist es wichtig welche Zigaretten man raucht
Welches Handy man hat
Du hast zu allem eine Meinung, eine Wertung
Mich interessiert das nicht
Da mache ich mir keinen Kopp drum

Ich muss kein MacBook haben
Ich muss meine Wohnung nicht im Detail schmücken
Mir ist es auch egal, was für Musik du hörst

All das sind Kleinigkeiten
Wohl keine Liebe hängt davon ab
Und doch ist für dich so ein Scheiß zentral
Scheiß drauf, ob du Rap hörst
Scheiß drauf, ob du Rock hörst

Ja, du scheißt drauf
Und hast doch zu allem Scheiß ne Wertung, ne Meinung parat
Habe ich auch, aber sie ist mir scheißegal
Muss ich daran keinen Gedanken verschwenden
Klar, ich mag schöne Handys auch
Aber eigentlich reicht es mir, wenn es funktioniert
Ich mag dieses oder jenes auch lieber
Aber ich kann Verzichten
Muss ich auch

Schon der Kohle wegen, kann ich keinen detailierten Gedanken verschwenden
Eigentlich, bin ich wohl der, der die nicht mag, die Gedanken daran verschwenden
Ist doch scheißegal
Ich ärger mich über Leute
Du auch, du findest vielleicht Leute scheiße, die das falsche Handy haben
Die, die die falschen Kippen rauchen
Die falsche Musik hören
Oder magst du einfach die Leute nicht, die eben nicht einfach machen
Und darauf scheißen sollten, was du gut findest
Ja, das wäre besser gewesen
Der zu sein, der einfach weiter seinen Scheiß macht

Und sich nicht darüber aufregt, das man anders ist
Dies und das nicht hat
Es anders sieht
Oder es gar nicht sieht

Ich kann das gar nicht sehen, was du siehst mein Schatz
Vielleicht ist mein Geschmack auch ganz anders
Vielleicht habe ich nicht deinen genialen Geschmack

Ich muss kein MacBook haben
Kann ich mir auch gar nicht leisten
Mir ist diese scheiß Ästhetik scheißegal
So darf mein Handy auch tausend Knöpfe haben
Bei mir muss nicht alles superedel sein
Ich muss keine edlen Getränke trinken, die mich schmücken
Kein Almdudler, kein Heineken, kein Rothausscheiß

Du hast zuviel Geld mein Schatz
Du hast zuviel Zeit mein Schatz
Dass du dir darüber Gedanken machen kannst
Ich muss zusehen, wie ich meine Arbeit schaffe, mein Studium schaffe
Mein Lebensunterhalt ranschaffe
Ich kann mir keinen Kopf über Schmuck machen
Ist mir zu affig
Bin ich zu faul
Vielleicht auch nicht das Talent
Ich muss mich damit nicht beschäftigen
Ich verzichte

Bei dir ist alles geleckt, alles ausgedacht
Bis ins Detail durchdacht
Ein bisschen hiervon, ein bisschen davon
Ein bisschen nach rechts und ein kleines Stückchen noch nach oben
Ja, so ist es perfekt
So lässt es sich leben
Ich habe alles durchdacht, das ist dein Geschmack
Ich scheiß drauf, also siehts bei mir auch scheiße aus

Ja, wir haben nen guten Geschmack
Aber ich lege keine Wert darauf
Mache mir kaum Gedanken
Ich geh einfach raus
Zieh mich einfach an
Kauf mir diesen Laptop
Dieses Handy
Diese Musik

Auch ich mache einfach
Aber ich habe zuviel auf dich geschielt
Du hasst mich beeinflusst
Ich wollte dir Gefallen
Habe ich nicht geschafft
Aber wohl eher, weil ich nicht weiter mein Ding machte
Mir nur Gedanken zu deiner Scheiße machen konnte
Zu deinem genialen Geschmack

Na dann, wie gesagt
Viel Spaß bei deinem Gesamtkunstwerk

Sonntag, 15. April 2012

Aus Einsamkeit widerspreche ich nicht, bin ich unsexy abhängig


Kann ich dir nicht sagen, was ich mag
Ich staune, wie klar du sagen kannst was du magst
Was du nicht magst
Du scheinst unabhängig

Keine Angst vorm Alleinsein zu haben
Machst dein Ding, deinen Scheiß
Bist wild, unabhängig, frei
Ein Single, ein Junggeselle

Ich bin eifersüchtig
Will dich nicht verlieren
Also überlege ich mir nochmal meine Meinung
Kann ich es nicht stehen lassen
Hat es für mich Gewicht
Mache ich mich abhängig
Kann ich nicht alleine sein

Zwar bin ich stets alleine
Aber ich lebe alleine nicht
Genieße nicht
Bin lethargisch, melancholisch
Verzweifelt
Verwirrt und einsam

Ich will die Leere füllen
Nur mit dir
Dafür überlege ich mir meine Meinungen
Meine Geschmäcker
Und ich bin erstaunt wie klar du bist
Wie fundiert
Und ich wünschte wir würden uns in nichts unterscheiden
Also passe ich mich an
Revidiere ich

Sexy ist das nicht
Ist anhänglich
Kindisch
Unmännlich


Auch das ist Liebe
Aber vielleicht nicht deine Art
Ich ändere mich
Nicht allein für dich
Wollte ich sowieso lernen
Muss ich durch
Durchs Tal der Einsamkeit
Bewusst durchleben, bewältigen

Dann hat all der Scheiß kein Gewicht mehr
Dann ists egal
Wirds zum Spiel, Spaß, Genuss und Freude
Ach wie schön ists Erwachsen werden

Samstag, 14. April 2012

Liebe Liebe,




und es ist so, dass es ein Unterschied ist, wie lange man schon in einer Metropole lebt. Ich kam frisch vom Dorf. Aus unserer bescheidenen Heimat. Du weißt, wie es heute dort ist, dass es etwas anderes ist, wenn man zwischen Großstädten pendelt und auf Reisen ist. Man wird weltmännisch, das bedeutet ein ganz anderes Lebensgefühl.
Ich bin angekommen, bleibe aber unzufrieden und fühle mich als Versager, denn du bist schon zwölf Jahre großmännisch, während ich noch im Dorf an mir arbeiten musste.

Es geht nicht um ein Lachen, um keinen Triumph. Es geht mir um unsere Augen, Gefühle und Einstellungen, die sich aber nicht annähernd gedeckt haben. Für die Liebe ist das nicht wichtig, aber fürs Kennenlernen. Mir war immer klar, dass du diesen Vorsprung hast. Du musstest all die Jahre nicht in scheiß Therapie gehen. 
Auf Grund deines uneinholbaren Vorsprungs (der aber im 'jetzt' sofort unserer beider Augen gleich ist; ich hoffe du verstehst), hattest du Macht über mich, selbst wenn du sie niemals wolltest. Du hattest einen 'Draufblick' und der ließ mich auch nie los. Du hattest die Ruhe und warst damit immer in einer Position, die mir voraus ist; leider aber auch, weil ich dir die Position immer gegeben habe. Diese Position ist überflüssig und löst sich auf, entzieht sich also der Macht, Besessenheit und Kontrolle, wenn ich auch in Ruhe und im Jetzt bin. Dann ist es friedlich und zufrieden stellend, dann sind wir gleichstark, dabei soll es gar nicht um einen Wettkampf gehen.

Du bist nicht Schuld und nicht verantwortlich, aber meine nächst gelegene Ursache; diese will ich bis heute aus der Welt, aus meinem Geist schaffen, aber es gelingt mir nicht, denn ich habe dich perfektioniert.
Diese Macht- und Wettkampfspiele tangieren und stören mich permanent. Ich freue mich über Parallelen und Gemeinsamkeiten, aber deine Andersartigkeit, deine Lust und Leidenschaft, deine Eigenwilligkeit und Selbstgenügsamkeit, nerven mich immerzu. Ich muss dich besiegen oder aber an mich binden können. Beides ist mir nicht gelungen, daher die Wut, das Stalken.
Selbst wenn ich das eine Problem befriedigen konnte, stellt sich gleich das nächste an. Auch wenn es sich wiederholt, fühlt es sich immer neu, überraschend und ohnmächtig an. Auch du wirst das aus deinem Geist kennen. Es ist unendlich und variabel. Du hast andere Worte dafür, aber auch du kennst den ewigen Kreislauf der Wut, Freude, der Höhen und Tiefen, der Schmerzen und der Hoffnung. Aber du bist mein Platzhalter, ich nicht deiner. Ich wünschte, ich hätte in Berlin die Ruhe, Freude und Zufriedenheit mitbringen können. Den 'Gleichstand', um sich wirklich nett kennenzulernen.





Und es ist so, ich hasse Sonnenbrillen. Wahrscheinlich, weil sie ein Ausdruck von Glück, Zufriedenheit und Gelassenheit sind. Aber eigentlich ist es auch so, dass mich die Psychiatrie bzw. Psychologen, zu einem Weichei gemacht haben. Ich war mal ein Kind der Straße, wusste mich durchzuboxen, war unabhängig, bis Psychologen meinten, mich domestizieren zu müssen. Sie suggerieren dir einen Weg im System, wollen dir einen glücklichen Weg aufzeigen, eigentlich auch Selbstbestimmung, aber sie nehmen dir deine Autonomie, verbiegen dich, spülen dich weich. Man kann sich auch nicht dagegen wehren, denn sie zeigen dir einen vernünftigen logischen Weg auf, dem man nur entkommen kann, wenn man sich selbst widerspricht. Nur dann kann man sich dem auch wieder entziehen und seinen eigenen Weg wieder gehen, den man für die Psychiatrie unterbrochen hat.
Ich will ihr die Schuld geben, auch wenn man sich freiwillig in Behandlung begeben hat. Natürlich trage auch ich dazu bei, dass man weichgespült wurde, aber das liegt eben nur daran, dass man zu nett und zu freundlich war, missverstanden wurde, man sich präsentierte in Höflichkeit, darauf festgenagelt wurde, obwohl man in Tatsache wer ganz anderes ist.

Die Weichspülung und Verbiegung findet statt, weil man koaliert, aber eigentlich ist man jemand, der gar nicht koalieren will. Also geht man Kompromisse ein, denen es sich nur noch schwer zu entziehen lässt. Sowieso ist man zu nett. Hat nun diese Leute in seinem Kopf, die dir Ratschläge geben und dich nicht mehr selbst machen lassen, dabei meinen sie immer, dass Selbstbestimmung das Ziel sei, was aber ebenso ein Widerspruch ist, weil sie dir dein eigenes Ziel nehmen, dass du selbst bestimmt hast. Wenn ich eine tolle Liebe will, sie dir aber zu einer netten raten, dann haben sie mir mein wichtigstes selbst bestimmtes Ziel genommen und das soll eine Therapie sein, eine Hilfe? Wenn sie dich weichspülen und zu einer netten Frau raten? Für mich ist die Liebe das A&O im Leben und ich bin lange zum Psychologen gegangen, aber damit muss nun endgültig Schluss sein. Wenn ich eins hinsichtlich der Autonomie gelernt habe, dann das ich mir meine Liebe selbst aussuche und mir nicht vorschreiben lasse, auf welchen Typen ich achten soll. Ich will wieder frei von der Psychologie sein, ich will lieben wen ich will, auch wenn ich bei dir längst alle Grenzen überschritten habe. Kann sein, dass es so kommen musste, um einzusehen, dass ein Psychologe mich nur verbiegt. Um einzusehen, dass die Freiheit auch mein größtes Gut ist, sie sie mir aber verbieten. Ich weiß, meine Freiheit hört da auf, wo andere ihre Freiheit haben, ihre Grenzen zu setzen.

Ich weiß nur, dass es mir scheiße geht. Nichts bleibt haften, warum sollte ich mir auch noch auf irgendetwas etwas einbilden? Das einzige was noch Fakt ist, ist, dass ich stalke. Eine Grenze überschritten habe, die ich nicht mehr rückgängig machen kann.
Vielleicht schaffe ich auch mein Studium nicht mehr. Keine Ahnung, was ich machen soll. Klar, ich sollte lernen, also studieren, aber es geht nicht, ich kann mich nicht konzentrieren. Also schreibe ich viel. Eigentlich nur dir.
Du bist glücklich, zufrieden, ich weiß es. Ich aber bin es schon lange nicht mehr. Nicht erst seit dir und ich will auch kein Mitleid. Manchmal habe ich schöne Minuten, manchmal sogar Stunden, aber irgendwie scheint mein Leben ganz anders zu sein, als das der Anderen. Ich will nicht jammern, trotzdem ist alles scheiße, auch nicht erst seit gestern. Ich will ja glücklich, ich will ja zufrieden sein, aber ich weiß  nicht wie es geht. Es scheint, als würde alles von dir abhängen, auch wenn das auch keine Lösung, keine Erlösung sein kann, wie ich es einmal dachte.
Manchmal sehe ich eine Perspektive und das fühlt sich gut an und ich denke man geht diesen  Weg auch, aber das fühlt sich nicht gut an. Irgendwann wacht man auf und man ist angekommen, aber bin ich dann glücklich? Ich glaube nicht. Also könnte ich genauso gut auch heute glücklich sein, aber es geht nicht, das Gefühl stellt sich nicht ein. Eigentlich sind es ständig schlimme Gefühle, aber wie gesagt, ich will nicht klagen, ich will kein Mitleid. Ich will auch schon lange nicht mehr in Selbstmitleid versinken, also versuche ich zu arbeiten, doch trotz allem ist einfach nur alles schwer, langweilig, anstrengend. Kein Genuss, wenig Aussicht. Was soll ich vom Leben wollen, wenn mich eigentlich nichts wirklich interessiert?

Ich will frei sein. Aber die Freiheit, die man sich nehmen kann, interessiert mich heute nicht und ich weiß auch, dass sie morgen, das noch einzig Interessante sein kann. Ich habe das Wissen darum, die Erkenntnis, aber ich kann nicht danach handeln, weil ich unglücklich bin, einsam bin und deswegen muss ich mir keine nette Partnerin suchen, mit der ich es schaffe. Ich will es alleine schaffen, auch mal alleine glücklich sein können. Meine Befürchtung aber ist, dass das genauso Utopia ist, wie es utopisch ist mit einer tollen Frau wie dir ein Paar zu sein.
Nichts wünsche ich mir mehr, als eine liebe Antwort von dir, dass du mich noch magst, vielleicht nochmal kennenlernen willst. Aber im Gegenteil du bist fort und ich schreibe ins Nichts. Wahrscheinlich für den Mülleimer.  Ich wünschte, du würdest mir sagen, wie gut ich bin, dass du mich gerne liest, dass du eigentlich gerne bei mir wärst, es aber nicht geht, weil Krieg oder sowas wäre. Leider ist das nur schöne Träumerei. Die Wahrheit ist, dass jedes Wort Grenzen überschreitet.

Ich bin Mann geworden, aber war es nicht. Das sollte nicht so sein. Am liebsten wäre ich dir immer Mann gewesen. Das will ich drehen, aber es ist wie alles andere auch utopisch. Also muss ich mich mit der Realität abfinden, in der du aber keinen Platz mehr einnimmst. Ja, das kann ich sehen, aber es macht mich unendlich traurig und wütend. So, als wärest du gestorben. Ich hasse den Tod lieber Menschen, davor habe ich schon heute Angst.


4. Blatt. Es ist nun Samstagabend.
Manchmal gelingt es mir zu sehen, dass du mich immer geschätzt hast, dass es dir nie um Macht ging, dass wir gleichständig waren und sind, auf Augenhöhe immer waren. Leider konnte ich das aber nicht sehen. Ich hätte nie geglaubt oder nie so ganz, dass du dich ernsthaft für mich interessierst und mich kennenlernen wolltest. Schließlich habe ich mich nur dir gegenüber wie ein Versager gefühlt, ohne Selbstbewusstsein. Ich musste damals meinen ganzen Mut zusammen nehmen, um dich in Berlin besuchen zu kommen. Ich war erst noch auf den Weg zu meiner echten Größe.

Alles ziehmlich bekloppt und das ist es ja auch bis heute geblieben. Für mich schwer, wieder zu realisieren, mich zu finden, fassen und die Grenzen, wieder zu ziehen. Ich bin ein Idiot, stalke, aber du hast die ganze Scheiße ja miterlebt. 
Es gibt kein zurück, gibt es nie, ob es was zu bereuen gibt, das wird man erst noch zukünftig sehen. Das Schicksal soll ja zu einigem gut sein, manchmal denke ich aber, ich führe kein eigenes Leben, nicht wirklich aus mir selbst heraus. Ist wohl so, wenn man irgendwann nur noch nachdenkt. Zwar findet das Denken sowieso nie ein Ende, das weißt du, aber manchmal sind Denken, Tun, Arbeit, Genuss und oder was weiß ich noch, im Einklang, irgendwie läuft es dann und das fühlt sich echt gut an. Zuversichtlich. Man selbst fühlt sich wertvoll.

Es geht also um kein Lachen, keine Macht, kein Triumphieren, aber darum über sich selbst Macht zu haben, ein Bewusstsein zu haben und zu sehen, dass auch andere nie Macht über dich hatten und haben, haben werden.


Ich glaube irgendwann gehen die Augen wieder auf und man sieht, wie es wirklich war. Das ich dir immer ungerecht war. Schon einmal hast du mir verziehen und ich will auch gar nicht, dass du mir ein zweites Mal verzeihst.
Sowieso bin ich immer noch tief erschüttert, auch enttäuscht, dafür kann niemand was. Und ich weiß heute auch, dass ich morgen weiter gekränkt sein werde, auch wenn es Schwachsinn ist. Du hast damals nichts falsch gemacht, dennoch bleibt es für mich schwierig, dass du mir nicht "gehörst" und daher auch weiter mein Schwierigkeit, dir  die Lust, wie z.B. auf Sex, zu gönnen. All das u.v.m. wird die nächsten Tage, Wochen und Monate, sowieso wieder auf mich zu kommen. Erst Recht die Wut, alles wird sich wieder von Neuem wiederholen, auch wenn ich heute zur Erkenntnis komme, dass du mich immer gleichständig geschätzt hast, dass wir uns vorher ja gar nicht kannten. 


Ich will und kann dir auch fast alles verzeihen. Es ist nunmal so passiert, hat sich so ergeben, aber ich habe dich verloren, mich verloren. Ich kämpfe um dich, aber auch darum, wieder klar sehen zu können, mich wieder gefasst und zuversichtlich zu fühlen.
Du hast mir schonmal verziehen, aber ich kann es nicht, weil ich mehr gesehen und gefühlt habe, auch wenn es von deiner Seite wohl nie dagewesen ist. Es bleibt die Wut, das ich einmalig war, eine Affäre, ein Onenightstand. Die Angst, der Zorn, dass du auch weitere Affären hast. 

Du erkennst meine Wiederholungen, mit denen ich keinen Frieden machen kann. Ich will, dass du glücklich heiratest, nicht, dass du glücklich fickst.

Assoziation Liebe, Hass und Enttäuschung

Schon vor ein paar Jahren war klar, dass es sich im Kreis dreht und das nichts neues hinzukommt. Ich denke an sie, weil ich es will, nicht anders kann, aber weil es auch einfach passiert, es einfach einfällt. Weil Assoziationen im Alltag zahlreich sind. Weil das was ich denke, schon eine Assoziation sein kann, ein Urteil, ein Feststellung, eine Tat. Ich tue nix dafür, sie fällt einfach ein. Vielleicht ist sie konserviert, vielleicht gehe ich in ihr. Es sind Kränkungen, Verurteilungen, Gemeinsamkeiten, Andersartigkeiten. Mal gibt es ein Pluspunkt und dann wieder den Minuspunkt. 

Sie ist in mit und ich werde sie nicht los, aber es stimmt, ich will sie auch gar nicht vergessen. Trotzdem kann ich nichts mehr tun, wie eine Eigendynamik, wie ein Automatismus. Das Schöne will ich ganz schnell vergessen, nur noch das Schmerzhafte erinnern und ausschalten, aber das ist müßig und sowieso sollte ich mich auf meinen Alltag konzentrieren, auf seine Aufgaben und Pflichten, denn mir droht meine "bessere" Zukunft, davonzuschwimmen.


Dieser Mensch ist ganz weit weg, viele Hundert Kilometer, aber sie ist immer in mir, um mich, immer da. Sie ist nicht da, interessiert sich auch nicht mehr für mich, aber ich kann es nicht lassen. So viel steht fest. Was kann ich also damit machen? Kann ich nebenbei bemerkt, froh sein, dass ich überhaupt noch schreiben "darf". Also was kann ich damit, mit ihr machen? Mit diesem Traum der Vergangenheit, dem ständigen unsichtbaren Geist? 
Ich habe mir vorgenommen, nicht mehr zu lachen, nicht mehr glücklich zu sein, nicht mehr zu triumphieren und das über Monate, vielleicht Jahre und dann zu schauen, wo ich rauskomme. Es wird wohl nur über die Arbeit gehen, übers eigene Schaffen, über die Konzentration auf das Schwierige, das kommt und es kommt unter Garantie. Diese Bedrohung, dieses mögliche Scheitern, abzuwenden. Die existentielle Not und noch härtere, weil zeit- und energieverschlingende, Arbeit, vermeiden. Das Schicksalsblatt wieder zu drehen. Dieses Kapital des Schicksals meistern, bewältigen und die Hürde oder Stufe nehmen. Andernfalls, dreht sich zwar auch das Schicksalsblatt, aber es schlägt eine Seite des Scheiterns auf, eine dunklere, pessimistischere Seite. Die Seiten des nächsten Kapitels, sind wohl die entscheidenden, auch wenn es auf der ebenso möglichen Seite des Scheiterns, auch zum Lebensglück kommen kann bzw. die "erfolgreiche" Seite, nicht ein Lebensglück bedeuten soll. Aber es würde sich dann besser anfühlen, würde sicherlich Türen öffnen, freier in meinen Entscheidungen machen, ich könnte meine Zeit sicherlich bestimmter gestalten, selbstbewusster, selbstvertrauter und wohl darauf kommt es an. Ist es das, was mir wichtig ist. Es priviligiert. Macht reicher, sicherer, unabhängiger. So lässt es sich in finanzieller Not, besser mit einem Abschluss leben, als ohne. Mehr Ruhe, Zeit und Genuss. Mehr Ruhe zum Gucken, Ausschau zu halten, einen Kassensturz zu machen, so wäre der Abschluss ein "Haben" und Haben ist banalerweise besser, als nicht haben. Ein ganz anderes Gefühl. Es ist nur ein Schein, ein Abschluss, eine Qualifikation, nur ein Dokument zu einem Zeitpunkt, aber davon hängt ein Leben ab, also viele Jahre. Also lohnt es sich und doch kotzt es mich an. Und doch nimmt es auch Freiheit.
Es ist Angst. Resignation. Die Sorge um die Bedrohung, die Sorge um die mangelhafte Konzentration.

Freitag, 13. April 2012

Arbeit und Schmerzen

Ich glaube es kann die Heilung geben


Ich glaube, dass es sowas wie einen Trick geben kann. Frei zu werden von den Blockaden, den Schmerzen, dem Leiden, der Verwirrung und der fehlenden selbstbestimmten Konzentration. 

Wie? Weiß ich noch nicht. Sich mit den Schmerzen auseinandersetzen, die Schmerzen und das einsam sein damit akzeptieren. Die Schuld in Allen ist, auch in dir und trotzdem bleiben die Schmerzen. Kann ein Weg die Arbeit sein, wenn der Genuss nicht möglich ist. Kann der Genuss die Anschauung und das Wachsen des Werkes sein, mehr ist wohl nicht drin. Vielleicht ein lebenslanges Schaffen, Arbeiten und Knechten. Geht es aber immer darum, um seinen Willen zu kämpfen, um seine Konzentration und Autonomie.


Ich kann lernen Frieden zu machen, zu akzeptieren, verzeihen und zu vergeben. Dass ich damit auch aufhöre meinen Mitmenschen etwas anzulasten, dass ich auch mir nichts mehr anlaste, sodass sich mein Umfeld ins Neutrale oder Positive verkehrt, dass es mich nicht mehr mitnimmt oder belastet oder zu Nahe kommt. Dass mein Umfeld den blockierenden Einfluss auf meine Konzentration und Schaffen verliert. Muss es nicht freudestrahlend sein, aber mit der Einsicht der Auflösung, wird es weniger an mir ziehen, mich weniger bestimmen, mich weniger mitnehmen, beeinflussen, blockieren. So freut man sich immer über ein Lächeln im Umfeld, scheint dieses dann deine Zukunft und dein Schicksal neu zu definieren, also dieses positive Feedback, doch wird es besser, wenn es mich nur noch für eine Sekunde berührt, ich nicht mehr darüber nachdenken muss, weil ich über Ursache, Wirkung, Auswirkung, Macht, Manipulation und weiteres meinen Körper, meine Augen, also meinen Standpunkt verdreht habe. Vielleicht nun wie alle anderen auch.

Eine kurze Berührung, ein kurzer Einfluss und nicht von den Emotionen der Umwelt, des Umfeldes, allzu sehr abhängig zu sein.

Wir sind keine Babys mehr, sind nicht mehr abhängig von der Stimmung der Mutter, nicht mehr ausgeliefert an unsere Umwelt. Bleiben wir zwar sensibel, aber gewinnen einen autonomen und gewillten Umgang damit, dass uns Andere weniger stark beeinflussen und verunsichern ohne rücksichtslos zu sein. Dass ich mich nicht mehr der Einsamkeit aushändige und nicht mehr frei nach meinem Willen gehen kann. Ich muss kein Diktator, kein Regisseur werden und sowieso wird man sich den äußeren Einflüssen nie ganz entziehen können. Darüber hinaus bleibt es das A&O in der Liebe, die Gedühle des Partners wahrzunehmen, rücksichtsvoll zu sein, vorsichtig, ihn Kennenzulernen, aufmerksam für sein Stimmung zu sein und dennoch ein freies und selbstbestimmtes Leben zu führen. Die Gefühle, meine und die des Anderen bleiben das wichtigste und doch dürfen sie mich nicht verführen und so sehr beeinflussen, das ich völlig blockiert bin. Sollte es auch romantisch gesehen, um eine gemeinsame Lösung gehen.
Doch was wenn beide verbohrt sind? Beide nur sich selbst verstehen und in ihren Wunden völlig verwirrt sind und zwangsweise niemanden an sich herankommen lassen können, weil sie sonst ausflippen und noch weiter verwirrt sind. Beide eine Verwirrung, eine Eigenheit, ein Verrennen durchziehen wollen und damit allein durchkommen wollen oder müssen. Sie sich nicht ertappt fühlen wollen, weil die Verletzung tief ist, ein Riss ist, voller Schambesetzung ist? Dann haben solche Menschen zwar immer Lösungen und theoretische Wege, sind aber nicht stark genug, wirklich damit zu gehen, wirklich über sich selbst zu stehen, selbstbestimmt zu sein. Zwar liegt ihnen was an den Gefühlen des Umfeldes, aber die Unabhängigkeit dessen bleibt größtes Gut. Doch viele haben nicht den Mut schutzlos zu gehen und darin zu erkennen und zu arbeiten, dass sie Einfluss darauf nehmen können. Viele bleiben in ihrem sturen geschützten Panzer und nehmen darüber Einfluss. Sie kommen von einer ganz anderen Seite und so weiter. Schwierig zu fassen, zu beschreiben..

Donnerstag, 12. April 2012

Vergangenheit ein Traum

2min. Zeitgeschichte am Kölner HBF / Breslauer Platz

Verliebt in deinen Pathos, deine Lyrik, deine Poesie, deine Bilder, deine Eigensinnigkeit


Und ich liebe deine Worte von damals, habe mich in sie verliebt, auch in meine. Aber du warst davon nie verbindlich beeindruckt. Dein Leben ging immer weiter, während ich schwärmerisch in der Reflektion gefangen blieb, dich aufs Podest stellte und meine Leistung nie deiner gerecht empfand. Ich finde mich immer schlecht, solange bis ich mich großartig finde. Ich finde mich normal, langweilig, während du für mich so aufregend, spannend und interessant bist. Aber ich habe dich nicht so berührt, wie du mich berührt hast. Du machst einfach immer weiter, in deiner Ruhe, in deinem Umfeld, während ich nur schiele auf dich, während du mich nicht loslässt. Während du für mich einfach immer großartig geblieben bist, wollte ich wohl immer von deinem Glanz, deinem Talent, deinem Geschmack etwas abhaben.


Ich weiß, du hörst es nicht gerne, bist nicht gerne auf diesem von mir erstellten Podest und ich wünschte ich könnte es cooler, gelassener, selbstvertrauter, selbstbewusster sehen. Habe ich damals aber nicht. Ich hielt mein Schaffen nicht für würdig, auch heute nicht. Du machst einfach, zauberst einfach etwas aus dem Ärmel und ich weiß, du hast es nie gerne gehört, aber ich war und bin bist heute immer überwältigt. 
Vielleicht unterscheiden wir uns nicht einmal großartig, aber du machst einfach unverbindlich weiter, während ich an dir hänge, während es mich nicht loslässt, während ich nicht einfach mache. Und vielleicht sind wir uns ähnlich, wenn wir einfach machen, einfach weiter machen, vielleicht schaffen wir aus der selben Quelle und doch bist du besser und doch schiele ich immer voller Neid und Eifersucht. 


Vielleicht sind wir ähnlich, aber du warst von meinem Schaffen, nie derart beeindruckt, wie ich es von deinem war. Mein Schaffen ist voller Kitsch, voller Überfrachtung. Eine ganz andere Handschrift, als die deine. Ja, ich feier dich, dein Werk hat Stil, hat Strich, hat Klasse, hat Eigenes. In deinem Schaffen sehe ich deinen Ursprung, deine Quelle, deine Ästhetik, deinen Geschmack. Dass du einfach das Auge hast, dass du einfach machst und es passt und ich weiß, du hörst es nicht gerne. Aber ich sehe deine Melodie, ich sehe deine Ruhe, ich sehe woher es kommt, ich sehe deine Stärke, deinen Willen, deine Rücksichtslosigkeit, deinen Minimalismus, deine Augen, deine Sicht, deine Einstellung. Du machst einfach dein Ding und ich weiß, dass hörst du nicht gerne, aber gerade das macht dich so großartig, unverwechselbar, einzigartig und für mich auch besonders. Dieses Podest war wohl logische Konsequenz, vielleicht warst du immer mein Vorbild, meine Heldin, vielleicht wollte ich immer so sein wie du. Klar hört sich das scheiße an und wer will das schon gerne hören. 
Ist ekelhaft und kotzt an, jämmerlich, ehrfürchtig, affig, primitiv, selbstlos, Selbstaufgabe, ohne Respekt, voller Neid und Eifersucht. Alles bleibt scheiß, wie bisher.

Man ist besser geworden, ästhetischer. Bist du ursächlich? Oder ging es vorher schon los? Ich habe so viel Kitsch, so viel Planlosigkeit gemacht, so viel dummes, pathetisches Zeug, aber wer hat das nicht getan. Jeder muss das irgendwann mal lernen. Aber leider hatte ich damals noch nicht das Selbstbewusstsein. Leider bin ich vor dir in die Knie gegangen, leider war ich verrückt, leider stalke ich immer noch.

Leider musste ich immer grinsen, Lachen, triumphieren, feiern, jubeln. Leider musste ich dich anhimmeln, anbeten. Leider musste ich von dir immer überwältigt sein, leider musste ich mein Schaffen der Vergangenheit immer schlecht finden, leider musst ich alles an dir immer gut finden. Nicht sehr cool, nicht sehr reif, nicht sehr selbstbewusst, nicht sehr vernünftig. Leider konnten wir uns nie Kennenlernen, leider war ich schon sofort verliebt, musste ständig Nachrichten und Botschaften schreiben. Leider warst du nie verliebt. Leider lebe ich bis heute im Wahn, leider schreibe ich bist heute, leider finde ich dich bis heute im Vergleich zu mir großartig. Bist du immer noch meine Heldin, meine Galions- und Identifikationsfigur. Mein Vorbild. Au mann ist das alles ekelhaft und doch wohl viel Wahres daran. Ist das alles affig, absurd, bekloppt, verrückt, wahnhaft, traumhaft, psychotisch. Du bleibst der Stalker, der Schüler, der Armselige, der Nachmacher, der Faker, der Byter, der Idiot, der Affe.

Mittwoch, 11. April 2012

Mir wurde gesagt sie sei glänzend-unwiderstehlich, kein Typ für mich

Warum können Psychologen nicht einfach wie andere auch sagen, dass das normal ist, wenn man verliebt ist. Ich habe keinen Bock mehr auf die Psychologiescheiße, das mir einer sagt, dass ich es falsch mache. Dass ich es falsch sehe, dass ich anders sei. Dass ich narzisstisch sei, dass ich voller Selbstzweifel sei und so vieles mehr.
Sind andere doch auch, andere verlieben sich auch. Himmeln und beten sich auch an. Klar ist mein Verliebtsein extrem, aber ich bin wie jeder andere auch. Andere können ihre Probleme auch mit sich selbst ausmachen, mit ihren Freunden und stellen nicht wie Psychologen fest, dass meine Angebetete jemand sei, dem ich nicht widerstehen könne, der kein Typ für mich ist. Die Psychologie macht etwas kompliziert, was ganz einfach ist. Sie sagt mir, dass ich etwas nicht haben darf, nicht erreichen darf; dürfen andere doch auch. Aber diese Arschlöcher, wollen mir sagen, dass es nicht gut für mich ist. Wollen dass ich was anderes will, denn das was ich will sei nicht gut für mich, für mich sei es unerreichbar. Warum sollte es für mich unerreichbarer als für andere sein? Warum wollen sie mir etwas andichten, mich einsperren, meine Zukunft und meine Freiheit und meinen Willen verbauen. Warum kehre ich bloß immer wieder zurück in die Sekte Psychiatrie. Warum können sie nicht sagen, dass ich nichts falsch gemacht habe, dass ich und meine Angebete ganz normal sind, dass es auch erstmal ganz normal ist, dass der andere glänzt, dass man sich anhimmelt. Warum können sie nicht sagen, dass auch sie nichts falsch gemacht hat. Warum wollen sie mir immer sagen, wen ich heiraten solle, warum wollen sie mir einen Typen vorschreiben, eine Arbeit, einen Job?
Warum nicht einfach mal wie die anderen sein, die ihre Problem auch mit sich selbst, mit der Familie oder mit Freunden klären können? Warum nicht einfach mal von diesen Bastarden loskommen, die dir vorschreiben, die dir Ratschläge geben, die dich einweisen, die dir empfehlen, die dir raten, die dir verbieten. Die dich nicht so lassen wie du bist. Die in dich schauen und dir dann sagen, wen du lieben sollst, die dir empfehlen, nach einem anderen Typen Ausschau zu halten. Die dir sagen, dass all das nicht geht was du vor hast. Und weil sie eine solches Gewicht und Macht in deinem Leben haben, fällt es dir schwer, das zu tun was du willst. Du hast Angst, dass sie Recht behalten werden, dass du machtlos bist.

Dienstag, 10. April 2012

Was kann ein Konzept sein?

Von der Idee zur to-do-Liste. Die Serie in Umsetzung, in Illustration. Ein Gefühl darzustellen. Eine Einöde darzustellen. Populäres Köln darzustellen. Immer wiederkehrendes darzustellen. Etwas allseits bekanntes. Etwas Unbekanntes popularisieren, erfahrbar machen. Etwas immer wieder Aufregendes. Etwas immer wieder Langweiliges. Etwas geniales, was immer das sein mag. Etwas sportliches an einer Stadt entdecken. Etwas Schwules an einer Stadt darstellen ohne billig zu sein. Die Stadt, die Menschen, die Zärtlichkeit, die Kriminalität, die Aggressivität, die Hochstapelei, das Verarschen, das Betteln, die Arrogant, den Kitsch, der Menschen, einer Stadt, bebildern, in Serie zeigen. Hin zu einem Konzept. Von der Idee zum Konzept. Vom Gefühl zum Konzept. Daran feilen und arbeiten, umsetzen, in die Tat bringen.







Guten Morgen


Wie lebst du? Wo lebst du? Mit wem lebst du? Kannst du dich konzentrieren? Hast du ein zu Hause? Wie lange schläfst du? Was isst du? Gehst du zur Arbeit? Gehst du in Cafés? 

Ich bin voll der Stalker. Mehr noch, ich will wissen was du siehst, was du fühlst, wie du aufwachst, wie du einschläfst, ob du einsam bist, ob du gesellig bist, wer deine Freunde sind. Alles will ich wissen, aber das darf ich gar nicht. Also tue ich etwas, was ich nicht darf. Wäre es erlaubt, wenn du auch was von mir wollen würdest? Wäre dies auch nicht zuviel? Aber so ist es nunmal. Soweit ist es nun gekommen.





Ist mein Leben ganz anders, was tue ich? Keine Konzentration, völlig blockiert. Kann nichts gezielt tun, denn dann sehe ich dich, wie du es auch tust, wie du es besser machst, oder wie du es nicht lieben kannst. Wenn ich für mich arbeite, sehe ich dich glücklich sein. Ich muss jetzt mal was tun, aber es geht nicht. Gebe nur Geld aus, renne nur rum, drehe nur durch. Finde mich nicht wieder und finde ich mich, kann ich es nicht halten, denn du bist immer besser, immer ganz weit weg. Wenn ich etwas tue, dann sehe ich dich, dann fange ich an und dann sehe ich dich, dann bin ich in der Regel gekränkt. Völlig blockiert. Unkonzentriert, gestört, abgelenkt. Ich bin wohl krank. 


Ich kann es nicht einmal richtig beschreiben. Wenn ich an den kritischen Punkt komme, den es zu beschreiben gilt, also die Kränkung, ist sie weg. Die Kränkung, der Schmerz bleibt zwar, aber das was mich stört, kann ich nicht beschreiben. So gehts nicht weiter, aber wie soll es weiter gehen? 

Ich sehe mich in meiner Mittelmäßigkeit, in meinem Versagen, in meiner Gewöhnlichkeit, in meiner Hässlichkeit. Kann mir nicht gefallen, gefällt mir nicht, wie soll ich da dir gefallen, sehe ich, warum du mich nicht lieben kannst, tausend Gründe, die ich nicht stehen lassen kann. 


Sehe mich in meiner hässlichen Wohnung, in meinen bescheidenden Fähigkeiten in der Malerei, der Fotografie und dem Schreiben und ich weiß auch dass das mit Liebe nichts zu tun hat. Es ok ist, mittelmäßig zu sein, aber ich weiß auch, dass es schöner sein könnte. So könnte ich mir zur Aufgabe machen, es schöner zu machen. Finde ich aber auch affig. So könnte ich daran arbeiten, an meinen Fähigkeiten zu arbeiten, zu verbessern, wenn ich doch schon darunter leide, dass sie nur mittelmäßig sind. Kunst muss nun mal perfekt sein, so ist das nunmal. Da macht es keinen Sinn, sein Talent dahin zu rotzen und darauf zu warten, dass man darin entdeckt wird. Du lieber Schatz hast das immer gut gemacht, in meinen Augen, in der nahezu perfekten Wohnung, der perfekten Ausdrucksweise, dem perfekten Geschmack; da bin ich nur mittelmäßig und ich bin borderlinemäßig und narzisstisch gekränkt. Denn du machst es stets perfekt, auch wenn du es nicht gerne hören magst. Kriegst du auch immer die Kurve. Eigentlich bist du ein Goldkind, ein Glückskind. Ich dagegen schiele nur auf dich, was du tust, was deine Schritte sind. Aber ich kupfer sie nicht ab, ich bin stets nur beeindruckt und blockiert, kann mich nicht konzentrieren.

Man kann wohl sagen, dass ich nur halbe Sachen mache. Nichts so wirklich perfekt. Vielleicht kann ich es nicht perfekt, vielleicht kann ich das perfekte nur in den Arbeiten der anderen sehen, aber nicht in  mir selbst, nicht an meiner Arbeit. Vielleicht arbeite ich nicht hast genug, vielleicht habe ich nicht das Talent, vielleicht habe ich nicht das Auge, vielleicht nicht den perfekten Geschmack, vielleicht gebe ich einfach zu früh auf, vielleicht kann ich mich nicht quälen, vielleicht bin ich einfach das wütende Kind, dass einfach zu schnell aufgibt. Dass das große Los ziehen will, meint, dass es das auch kann, aber es kann es gar nicht. 

Klar, hast du deinen eigenen Stil, deinen eigenen Geschmack, aber wer hat das nicht? Du arbeitest drauf los, in den Kitsch hinein, aber nie in die Perfektion. Klar, du kannst auf die Perfektion rotzen, aber was nutzt es dir. Muss man sich auch in der Kunst anpassen, das Ding rund machen. Den Kreis quadrieren können, die Kunst nicht beschreiben können. Ist es nicht wichtig was es aussagt, sondern dass es etwas mit dir macht, dass es schön ist, dass es sauber ist, wirkt, ausstrahlt...oh, mein Schatz ich sehe wieder, dass du ein perfektes Gesamtkunstwerk bist. Davon bin ich weit entfernt, du hast den perfekten Geschmack, das perfekte Auge, das Talent, du kannst etwas, ich wünsche dir, dass du es schaffst. 

Mein Kunst ist noch primitiv, dahingerotzt, mit Ecken und Kanten, aber die müssen perfekt sein. In sich stimmig und sauber sein. Da hilft kein Geheule.
Aber eigentlich bist du einsam und deswegen bricht die Welt stets über dich ein, deswegen kommst du zu nichts, denn ständig fällt die Decke auf den Kopf. So stehst du auch ständig unter Druck, dass dir alles wegfließt. Du bist zu Hause und kannst dich nicht frei machen, einfach autistisch mit dir selbst sein und etwas schaffen. Geschissen auf die Außenwelt, was mal war, geschissen auf all das und einfach etwas konzentriert machen und schaffen nur mit dir selbst sein. Das bist du zwar zwangsläufig sowieso immer, aber du kannst das allein sein nicht genießen. Ständig geht es Hoch und Runter, suchst du nach einer Brille, nach einer fixierten Weltsicht, dass da wer oder was komme und dich rette, aber da wird niemand kommen. 



Es wird wichtig bleiben, sein Ding zu machen, das Alleinsein auszuhalten, genießen zu lernen, aus dem Alleinsein heraus, etwas perfektes, voller Arbeit und Konzentration zu schaffen. Ohne die Angst, zu vereinsamen, ohne die Angst verrückt zu werden, ohne die Angst, dass die Welt sich auf den Kopf gestellt haben wird, ohne die Angst, dass die Hexe kommt, ohne die Angst vorm schwarzen Mann, ohne die Angst vor der Zeit, eben ohne die Angst etwas alleine zu schaffen, ohne die Angst vorm Versagen, ohne die Angst vorm Erfolg.



Es wird wichtig sein, den Nebel von alleine zu verziehen, es wird wichtig sein, auch in der Depression für sich alleine zu arbeiten, aus der Depression heraus zu arbeiten. Keine Angst vor dem Nebel der Unendlichkeit zu haben. Keine Angst vorm Vergangenen zu haben, keine Angst vor der Zukunft zu haben. Und ich sehe mein Schatz, dass du klar im Vorteil bist, du kannst ohne existentielle Sorgen, einfach alleine und frei Schaffen. Ich bin neidisch, aber dafür  kannst du nichts. Schätze dein Glück, denn das Unglück wirst du niemals schätzen können. Werde diese Künstlerin aus wohlhabenden Hause. Immerhin tust du was. Gibt es ja auch diese reichen Prinzessinnen, die nur feiern oder was weiß ich, das tust du zwar auch. Aber du wirst es wohl gut machen. Ach mein Schatz, irgendwie bist du alles  und nichts. Irgendwie bist du die Feiermaus, aber auch das fleißige Bienchen, usw. Bist du ja auch, schließlich hast du alles mal mitgemacht, aber wo kommst du raus?

Sollte mir egal sein, sollte ich mein Ding machen, aber dein Geist ist immer in mir und voraus. Du machst dein Ding, gehst heute gerade aus deinen verwirrten Weg. Sind wir beide Königskinder, die mal klar kommen müssen, sich mal konzentrieren sollten, auf ihre Scheiße. Machen andere ihr Ding? Können andere alleine sein? Ich glaube bei den anderen läuft es einfach irgendwie. Das kann man sich nicht vorstellen, wenn es nicht läuft. Wie es ist, wenn es läuft, stellt man eben nur dann fest und meist erkennt man dann, dass es friedlich ist. Dass es ein genussvolles Gefühl ist. Ich wünschte es würde mal laufen. Ich wünschte ich wäre nicht einsam oder anders ich hätte keine Angst vor der Unendlichkeit der Einsamkeit. Ich wünschte, ich würde auf alles scheißen können. Vor allem wohl als erstes und letztes auf dich mein Schatz. Siehe es mir nach. Ich kann von dir nicht lassen, deinem Geist. er blockiert mich, lenkt mich ab von all meinem Leben, wohl weil du mein Leben bist.

Montag, 9. April 2012

Angst vorm eigenen Beuteschema

Die Frauen die du begehrst, vor denen hast du Angst, ihnen kannst du nicht in die Augen schauen, vor ihnen brichst du ein. Wie das Schoßhündchen, dass sich auf den Rücken legt und gekrault werden will. Es geht nicht darum eine Frau zu finden, die das will, sondern eben jene "Großartige" zu finden, vor der ich bestehen kann. All das halten kann. Vor den Jüngeren ist das einfach, die will ich auch nicht, die scheinen schnell erlegt. Geht es um die Reife, um die erwachsene Frau oder die so "scheint". Gilt es hier, bei dieser Beute sich zu ändern oder war es etwa deine Masche, sich zu verlieben und angewinselt zu kommen. Auch diese Frauen sind nicht reifer, sind nicht erwachsener, sie sind auch nicht rücksichtsloser oder weniger nett, das Problem nur bleibt, dass du vor ihnen den Rücken krumm machst, dich knechtest. Zwar will ich mich für meine Liebe auch knechten, aber ich sollte Mann bleiben, den Respekt vor allem auch vor mir selbst waren, weniger in Abhängigkeit gehen. Stark sein, irgendwie noch da durchgucken, keine verrückten Demütigungen und Machtverhältnisse erzeugen, vielleicht vor allem Vertrauen und weniger versuchen zu erzwingen, einzufordern. Zwar bleibt es bei der Beschwörung, schließlich bleibt man Mensch, aber sollte diese sich auf ein Hoffen, Glauben und Vertrauen beschränken.



Auch wenn das alles schöne Zeichen des Verliebtseins sind, heißt es hier aufzupassen und so manches nicht zu verwechseln. Das eine ist das herrliche wahre und echte Verliebtsein, das andere ist Verachtung deiner selbst, die Selbstaufgabe. Das Aufopfern nicht falsch ist, aber vom Partner leicht falsch verstanden wird, wenn sie noch nicht im Modus des heiligen Verliebtseins ist. Wenn sie nicht in den Modus will, wenn sie deinen Modus gar nicht versteht, wenn du schon auf 130% bist sie aber erst bei 20%, dann gibst Missverständnisse. Dann ist dein Verliebtsein nicht falsch, aber kommt anders bei ihr an, wird nicht mehr als das glorreiche und Heilige, Echte wahrgenommen, sondern kann Angst machen, ist auch nicht mehr erotisch, weil kindisch, kindlich, naiv, verträumt, einseitig kreativ, eine Einbahnstraße, es wird zur unerwiderten unglücklichen Liebe.

Sie ist nicht mehr fruchtbar und vielleicht war sie das von Anfang an nie wirklich, denn du warst immer der kleine Junge, der Verzweifelte, Einsame, Unglückliche. Nicht gerade der Mann, den sich meine Frau wünscht, denn wir wollen doch glücklich sein, Eins sein mit unseren starken wie schwachen Eigenschaften, doch waren die starken noch nicht stabil, noch nicht stark genug. Du konntest mich damit nur erahnen, noch gar nicht sehen. Vielleicht warst du deshalb nur bei 20%, vielleicht konntest du deshalb nicht in den Modus, in den Sog kommen. Ich war dir noch kein Mann. 
Heute bin ich stärker, ich habe viel gearbeitet, mich dreschen, auspeitschen, foltern lassen. Heute bin ich stärker, reifer, stabiler, männlicher und doch ist mein Kind erhalten geblieben, diese schöne ehrliche, heilige, wahre und auch ewige Liebe, aber ich habe keinen Kontakt mehr zu dir, du bist nicht da, nicht mehr erreichbar und ich habe alles nur für dich getan.

So vieles falsch gemacht. Gibt es mir heute die Chance zu wachsen. Auch wenn es immer tiefe Schmerzen, manchmal tiefe Risse sind, glaube ich, daran wachsen zu können. Ich weiß nicht immer um den Sinn dieser Schmerzen, dieser Ablenkung vom Alltag, aber ich gehe nun schon lange diesen Weg, auch weil ich gar nicht anders kann. Ich mal nicht anders wollte, nun schon lange gar nicht anders kann. Ich tue das für dich, aber es ist wohl sicherer, dass ich es letztlich für jemanden wieder ganz anderen getan habe. Wenn da dieser neue Jemand ist, die Liebe neu entfaltet wird, dann sehe ich an dieser Stelle, dass ich es dann doch für diesen neuen Jemand getan habe. Also muss ich dir zukünftig dankbar sein, dass du mir so viele gelehrt hast, mir meine Schwächen und Fehler gezeigt hast, um für das Neue stärker zu sein.

Wenn die neue Liebe hier ist, da ist, gekommen ist, dann werde ich wissen, dass du meine Führerin zu diesem ewigen Licht warst. Auch wenn du es selbst wohl nicht so siehst. Ich weiß, dass ich es für dich tue und ich weiß, dass es jemand wie dich auch ein weiteres Mal gibt. Ist das nicht traurig? Aber so werde ich in der neuen Liebe wissen, dass es diese Liebe weitere Male geben kann. Gibt das vielleicht mehr Sicherheit, mehr Vertrauen, mehr Gewissheit, mehr Erfahrung. Wird es nicht die letzte, einmalige Chance gewesen sein.

Für mich warst du immer die Letzte, die Einmalige. Du hast Recht, da gibt es mehrere. Aber verpasse auch du nicht zuviele Chancen. Vielleicht muss man das Märchen, die heilige Liebe üben. Lernen. Erkennen und erfahren. Sei nicht zu vorsichtig und wage den vagen Traum. Koste von ihm. Aber verliere dich nur in ihm mit der Gewissheit, dass es nicht der letzte Traum gewesen sein muss. Das der Tod noch fern ist, dass da noch viele Jahre sind. Du musst diese Panik nicht haben, dass es der letzte Traum gewesen sein muss. Zwar habe ich als Mann weitaus weniger Druck und ich kann deine familiäre Sehnsucht gut verstehen, aber auch du machst dich abhängig von der Perfektion. Wagst es nicht so lange es nicht perfekt ist. Solltest auch du lernen die Imperfektion, kreativ zu lösen. Die Fehler einzuschließen, drüber hinwegzusehen.

Auch du wirst irgendwas gelernt haben. Aber wir sind dennoch ganz anders. Lernen auf anderen Gebieten, anderen Flächen, anderen Punkten, anderen Tangenten, anderen Berührungen. Ich bin ein Mann, du eine Frau. Schon hierin ein wesentlicher Unterschied, was die Zeit angeht. Zwar leben wir immer im selben Raum, aber haben anderen Druck, andere Erfahrungen gemacht. Vielleicht treffen wir uns nochmal wieder, wenn die Zeit wieder reif ist, unsere Wege uns noch einmal schneiden dürfen. Wenn die Zeit wieder gut steht, unsere Vorzeichen wieder dafür gemacht sind, dass wir einander lernen dürfen.




Ich wünschte, wir hätte ausgelernt. Dann könnten wir uns nicht mehr weh tun. Dann wären wir glücklich und zufrieden bis an unser Lebensende. Dann wäre das Märchen wahr. Darf man nicht an Märchen glauben, um das Märchen wissen? Wir alle auf der Welt sind geführt eines Märchens, warum sollte es nicht mal welche geben, die es wahr werden lassen können, wenn doch beide diese tiefe Sehnsucht haben, dass es endlich wahr werde. Der Rest endlich aufhöre. Man genug gewachsen ist, genug erwachsen ist, reif ist, überreif ist, es fruchtet, der Schmerzen genug ausgehalten hat. Kann das Märchen, der Traum, dann nicht endlich wahr sein. Wenn doch beide um die Kostbarkeit, um den Schatz wissen. Ihn genießen und ehren. Einander behutsam sind, zärtlich sind, fröhlich sind, leben, scherzen, lieben, albern sind, tanzen. Sich einander perfekt und für immer kennen und nie einander gelangweilt und angwidert sind. Darf es diese Sitcom nicht geben. Was kann falsch an dieser Unmöglichkeit sein? Aporied Skills !

Sonntag, 8. April 2012

1000 Seiten am Tag


1000 Seiten am Tag will ich schreiben, um dich noch einmal zu beschwören, einzuschwören. Ist Liebe und das Kennenlernen nicht immer auch Voodoo? Ein Einbeschwören? Ein Locken, ein Verzaubern? Ganz ohne geht es nicht, also passe auch du auf, dass da niemand kommt und dich einbeschwört, eine Macht die dich reinzieht. Man manchmal gar nicht genug aufpassen kann. Was hat das dann noch mit Kennenlernen zu tun? Wollte ich dich denn überhaupt verzaubern? War ich nicht vielmehr selbst völlig verzaubert?


Aber was wenn der andere mehr will, fängt er dann an zu zaubern? Doch was wenn der Zauber nur eine Nacht anhält und ich dann nicht mehr richtig, nicht mehr gut beschwöre, sondern alles falsch mache. Selbst wenn du meinst, ich hätte nichts falsch gemacht, so habe ich es doch und mache ich es weiter. Überschreite ich Grenzen. Ich weiß nicht wieso, vielleicht falscher Zauber, vielleicht verrechnet, vielleicht war ich hilflos, machtlos, verzweifelt, vielleicht habe ich die falschen Geister beschworen, aber ich wollte dich immer auch retten. 

Und so beschwöre ich heute weiter die Geister, auch wenn es längst aussichtslos ist. Mag es Manipulation sein, aber soll es mein guter Geist sein, der soviele Kilometer bis zu dir reichen soll, auf das du erkennst, dass ich gut bin, dein Bester bin, dass ich dich doch noch überzeugen kann, dass du es doch nochmal überlegst, auch wenn ich so viele Scheiße baue, auch wenn ich verletze, Grenzen überschreite. Ich will dich, aber ist es richtig, dich derart davon zu überzeugen, zu beschwören, zu kämpfen. Meine Worte haben kein Gewicht mehr, was nutzt mir der Regentanz, was nutzen mir Märchen, was nutzt mir Voodoo, wenn du dich längst entschieden hast. Hast du es? 

Ich habe den Glauben, die Hoffnung an deine Unentschiedenheit nicht verloren, dass du da immer noch in deiner Wohnung bist und wartest. Ich will dich überzeugen vom Märchen, vom Voodoo, von der letzten Rettung, aber meine Worte haben kein Gewicht mehr, keine Fassung, keine Gestalt. Was habe ich noch außer meinem Geist. Außer dass ich alle die ich kenne, ebenso beschwöre und einstimme auf meinen Willen, auf meinen Traum. Selbst wenn mich alle die ich kenne, die ich treffe, unterstützen, wenn sie mir die Daumen drücken, für mich beten, was habe ich dann noch für eine Chance? Bekomme ich dann noch eine Chance? Und doch ist es meine Hoffnung, mein Glauben und manchmal bin ich so sehr überzeugt davon, dass ich um ein zweites Treffen weiß. Dass du wieder so nah bist, als wäre nie etwas zwischen diesen zwei Jahren gewesen. Dann ist es wieder so, wie es mal war, wie eine Halluzination. Bist du da, stehst du vor mir, aber nichts davon ist wahr und die Ernüchterung reißt mich aus meiner Verbindung, aus meinem Traum, als würde ein Band reißen, es einen Kurzschluss geben. Als würde ich aus der Traumwelt wieder auf den Planeten Erde fallen. 


Die Verbindung reißt dann und ich steh mit nichts da, außer dass ich mich selbst verarsche, mir etwas vormache. Nichts würde ich mehr wollen, als komplett in dieser Erinnerung zu leben, so als wäre sie wahr, für immer. Doch was wirklich ist, will ich nicht glauben, immer wieder muss ich abtauchen und glauben wollen, dass auch du eine solche Verbindung zu mir hast, dass du nie wieder einsam sein würdest, dass ich dein Held sein würde, dein Retter, der dich versteht, dem du vertraust, bei dem du am liebsten sein wollen würdest, du aber nicht kannst, dass du so gerne bei mir sein würdest, aber einfach nicht kannst. So gerne würde ich das von dir hören, dann wäre das Warten so schön. Wäre das Warten keine Qual, sondern Gewissheit. Ach, wäre das schön.

"Lieber Tim, ich überlegs mir, aber sei nicht traurig, dass da auch andere Männer in meinem Leben sind, das du nicht der einzige bist"


Und ich verstehe dich gut. Wir hatten eine schöne Zeit, doch es schmerzt, dass ich nicht der letzte, nicht der einzige in deinem Bett gewesen sein werde. Wir hatten eine schöne Zeit. Nichts davon will ich missen, sowieso ist alles allzeit präsent. Doch du hast mich nur ausprobiert, mir zwar eine Chance gegeben, doch da sind auch andere Männer bei dir. Vielleicht andere mit denen du, wie mit mir ins Bett gehst und doch bin ich auch stolz und froh, dass ich bei dir schlafen durfte, dass wir uns küssen durften, doch da bin ich nicht der Erste, nicht der Letzte und das tut mir weh. 
Auch wusstest du genau, dass ich verliebt war und doch hast du mich ausprobiert. Ich würde das nicht tun, aber ehrlich gesprochen, bin ich wohl in der Vergangenheit noch schlimmer gewesen, denn ich habe wohl auch in mich Verliebte gevögelt und das ist Scheiße. Da warst du noch recht milde und doch bekomme ich alles zurück, dass auch du mich mit ins Bett genommen hast. Wolltest du Vögeln? Ich weiß es nicht, ich glaube nicht. Vielleicht hast du mir auch einfach nur eine Chance gegeben. Es passiert, dass der andere mehr will und der andere sich einfach nur etwas nimmt. Das Neue, das Fremde, das Aufregende. Du wusstest, dass ich verliebt war und hast mir eine Chance gegeben. Lieber Tim, hey Tim, ich überlegs mir, aber solange konnte ich nicht warten, ich wollte sofort eine Entscheidung, ich musste dich bedrängen und die Entscheidung war, dass du  nicht willst. Vielleicht warst du fair, du hast mir eine Chance gegeben, hast überlegt. Lieber Tim, ich überlege es mir, ich fand es auch sehr schön, ich muss jetzt ersteinmal abtauchen, aber ich tauch dann auch wieder auf. 
Du hast mir eine Chance gegeben, das ist fair, du hast überlegt. Aber heute bist du nicht hier und wer sagt mir, dass du nicht auch mit anderen deine sexuellen Erfahrungen sammelst, dass du auch mit Anderen ins Bett steigst? Warum sollte ich der Erste, warum sollte ich der Letzte gewesen sein?


Danke fürs Überlegen, danke für deine Chance. Darf oder soll ich mich geehrt fühlen, dass du mit mir ins Bett gegangen bist? Ich weiß, dass du nicht mit jedem ins Bett gehst und doch tut es weh, dass ich wohl nur einer von Anderen, vielleicht von vielen war. Klar ist es schön sich zu küssen, klar ist es aufregend, neu und fremd, aber ich bin nicht der Einzige. Und danke, dass du überlegt hast, aber du wusstest dass ich verliebt bin, du hättest wissen müssen, dass es mir das Herz bricht. Na dann danke ich mal dafür, dass du fair warst und mir eine Chance gegeben hast, dann danke ich mal dafür, dass du es dir ernsthaft überlegt hast. Aber du überlegst zu lange, du brauchst zuviel Zeit und eigentlich bleibt es Scheiße, dass du auch mit anderen ins Bett steigst. Aber wer tut das nicht, wenn er zum Anderen vertrauen hat. Er den anderen mag, er den anderen interessant findet, attraktiv findet, dann geht man nunmal miteinander ins Bett. So ist das nunmal im Leben, aber in der Beziehung ist man dann treu. 

Ich muss es dir verzeihen, mit mir ins Bett gegangen zu sein. Dir verzeihen, dass du auch andere Männer neben mir hast. Wir sind keine Götter. Wir sind keine Jungfrauen. Auch du willst deine Aufregung, deine Erfahrung, das Neue, das Fremde, das Erotische. Was soll ich daran verbieten? Ich war einer davon. Na dann danke ich mal, dass du es dir überlegen wolltest, dass du mir eine Chance gegeben hast, dass du fair geblieben bist. 

Aber da sind auch andere; das tut sehr weh. Tut es auch weh, dass du nein gesagt hast, tut es weh, dass ich soviel Scheiße gebaut habe, tut es weh, dass ich in Psychose war, tut es einfach weh, nach den Gründen zu suchen, dass du dich nicht für mich entschieden hast. Tut es weh, dass wir soviel zusammen hatten, es dir dann aber nicht gereicht hat. Dass wir uns küssten, aber heute nichts davon übrig geblieben ist. Dass ich heute so oft denke, dass du mich verarscht hast. Dass ich nicht weiß, warum du das getan hast? Hast du wirklich ernsthaft überlegt, mit mir eine Beziehung einzugehen? Oder war es dir einfach egal, dass ich verliebt war und du hast dir nur eine schöne, aufregende Zeit oder einen Spaß daraus gemacht? Verliebtsein ist ja keine Krankheit und der andere wirds überleben. Aber du weißt um den Schmerz und doch waren wir zusammen eingeschlafen. Warum? Hast du wirklich überlegt mit mir etwas anzufangen? Hast du mir ernsthaft eine Chance gegeben? Fandest du mich ernsthaft interessant und liebenswert?

Du rauchst die falschen Kippen


Und ich weiß, dass es absurd ist. Die Liebe wird nicht über die Auswahl der Kippen entschieden und doch gehört es dazu, denn ich mache mir Gedanken darüber breche ein und Knie nieder. Und es könnte auch in der Summe entscheiden, dass es vieles wie die falsche Auswahl der Kippen gibt. Das man daneben liegt und es dann zur Entscheidung kommt. Aber wohl schlimmer ist, dass man nicht darüber stehen kann, dass man danieder kniet, es nicht so stehen lassen kann, sich den Kopf zerbricht und revidieren will. Eigentlich ist es absurd und verdient keine Beachtung, doch ich habe mich anders Verhalten als sonst. Bin ich das dann auch, wenn ich mich ganz anders Verhalten habe als üblich?
Und niemand kann dir dabei helfen. Niemand so Recht verstehen. Sagen die meisten, lass es so stehen, das hat weniger eine Bedeutung, aber ich kann es nicht, ich muss diesem absurden Funken nachgehen, will ich etwas gerade biegen und mache es nur noch schlimmer, aber ich muss es so machen und nicht wirklich jemand kann es verstehen. Ich  mache kaputt, vielleicht hatte sie sich gar nichts weiter bei gedacht, aber ich muss darauf eingehen. Zeige dann natürlich Schwäche und lasse tief blicken, aber was ist schlimm daran, wenn ich tief blicken lasse, wer ich bin, wenn ich es nicht stehen lassen kann. Warum kann sie das nicht auch lieben? Schließlich bin ich auch das. Ich hasse Psychologen, sie lassen dich nicht machen, alles ist falsch. Wollen dir zeigen, wie man sich korrekt verhält, sagen dir, du sollst es so stehen lassen, aber sehen nicht, dass sie mir die Freiheit nehmen. Mag ich zwar in die Freiheit der anderen eingreifen, aber ich tue niemanden was. Was ist falsch daran, nochmal nachzuhaken, es nicht stehen zu lassen? Ich tue niemanden weh und sollte doch auch damit geliebt werden können. 





Irgendwann hat man es wahrscheinlich gecheckt und dann scheißt man darauf, was geschehen ist, dann will man gar nicht mehr nachhaken und dann sind alle Psychologen glücklich, dann ist die Liebe zufrieden, dann kommt die Liebe, dann wäre ich heute in Beziehung und alles und jeder würde mich cool finden, aber ich will gar nicht cool sein. Ich will wenn damit glänzen, dass ich auch nachhake, dass ich es nicht stehen lassen kann. Ja gute Psychologen, ich bin Mann, wenn ich es gelassen stehen lassen kann. Das wollen sie dir alle sagen, lass es stehen und das kotzt mich an, denn ich will es nicht stehen lassen. Ich reiße mich selbst nieder. Was ist falsch daran, kann mich doch auch damit lieben oder wollen alle einfach nur die perfekt Fassade lieben. Das Coole, den Glanz, deine Selbstzufriedenheit, dein Selbstbewusstsein. Das Leben und Logik kotzt mich an, warum nicht eine andere Logik, warum können wir nicht alle mal Schwäche zeigen, uns selber niederreißen, was kein Niederreißen mehr wäre, wenn wir es tun würden, aber alles muss perfekt sein, eine Fassade haben, eine Gelassenheit haben, dann sind alle Psychologen zufrieden. Wir sollen keine blöße zeigen, wir sollen alle gelassen bleiben. Aber es kotzt mich an, warum nicht anders, ihr Wixxer. Warum nicht so wie ich es mache, tue ich doch niemanden weh. Wo ist das Problem? Das wir uns dann wirklich kennenlernen, dass wir sehen, dass wir nicht so cool sind, dass wir sehen, dass wir alle Probleme haben. 
Und so lernen die Leute, auszuhalten, gelassen zu reagieren, ihr Leben damit zu genießen, sollen doch andere die Scheißarbeit machen oder was weiß ich. Die Leute lernen sich lieben und können deshalb so stehen lassen, sie haken nicht mehr nach, aber ich kann mich doch auch lieben lernen, wenn ich nachhake, wenn ich mich klein mache, schwach mache. Wo ist das Problem? Würde ich mich selber lieben, würde ich nicht nachhaken, würde ich einsehen, dass niemand vollkommen ist, würde ich nicht nachhaken? Will ich vollkommen sein um jeden Preis und zerstöre eigentlich, fange ich immer wieder von vorne an. Bis ich lerne dass nichts vollkommen sein kann und ich dann selber mein Verhalten gelassen stehen lassen kann und  ich dann merke, wie andere ins Rudern kommen, an meiner Tür kratzen, weil ich so gelassen bin. So läuft das Spiel, so das System. Bin ich cool, gelassen, Mann, werden sie kommen und eigentlich habe ich dann Macht, die mir dann aber auch egal sein wird. Die anderen werden verzweifeln daran, dass ich es gelassen werde stehen lassen können, aber scheiß drauf. 
Heute kann ich es nicht so stehen lassen, mache Sachen die ich eigentlich nicht bin, die ich eigentlich anders mache und ich kann nicht verstehen warum ich es so machte. Und so bin ich immer der Idiot, der mit seinem Bild nicht zufrieden ist, der sich selbst nicht mag und die Vergangenheit perfekt machen will, was nicht geht und nur zeigt, wie abhängig und ausgeliefert du bist. Du wirst uninteressant, bist nicht mehr begehrenswert, magst noch liebenswert sein, aber bist nicht der coole Mann, nicht der Gelassene, nicht der Genießer.

Es interessiert sie nicht mehr, sie erkennt dich in deiner Jämmerlichkeit, in deiner Lächerlichkeit. Zwar bist du ohnehin der langweilige Idiot, aber da hätte sie nach einer langen Zeit erst drauf kommen sollen. So zeigst du ihr deine Idiotie sofort, schreckst sie auch ab, bedrängst sie, greifst ein in ihre Freiheit nur um deiner eigenen idiotischen Freiheit gerecht zu werden. Etwas zu perfektionieren was in der Vergangenheit liegt. Es wäre besser es so stehen zu lassen, aber das kannst du nicht. Vielleicht wäre sie dann heute hier, vielleicht brauchst du auch jemanden der dich damit versteht. Oder du lernst heute, selbstbewusst und gelassen stehen lassen zu können, aber wenn ich das heute lerne, verändert sich auch mein Blick auf die Vergangenheit, dann war alles richtig und doch ist sie heute nicht da und doch habe ich dann wieder Hoffnung. Und doch habe ich alles kaputt gemacht, weil ich mich selbst nicht mag oder narzisstisch verbessern muss, meine Fehler nicht aushalte, mir nicht egal sind, ich damals nicht erklären konnte und dann doch alles nur noch schlimmer mache. Ich wünschte ich wäre dieser Mann, ich wünschte ich hätte diese Coolness, das Selbstbewusstsein und habe ich es heute, just in diesem Moment, ärger ich mich dass ich es damals nicht hatte und lege mich wieder mit der Vergangenheit an.

Selbstbewusstsein ist nicht Größenwahn

Eigentlich hat man nichts, schmückt sich mit Poserkram und schielte immer auf die glänzenden Helden. Vielleicht wollte man sich mit den glänzenden Helden schmücken, damit man wer ist. Vielleicht so wie sie ist. Die Erfahrung aber zeigt, dass auch sie sich nur schmücken, auch nichts wirklich haben, aber woher habe sie das Selbstvertrauen, das Selbstbewusstsein? Haben sie es überhaupt? Auch sie dümpeln vor sich hin. Wissen auch darum, dass sie sich eigentlich nur schmücken. Dass sie glänzen, weil andere sie anglänzen. Wie bei mir auch, andere glänzen dich an und du weißt dass du eigentlich nicht dieser Glanz bist und doch fühlst du dich darin wohl, denn du bist es nicht anders gewohnt. Doch andere spiegeln den Glanz nicht denn sie selbst sind es ja gewohnt, dass sie den Glanz bekommen, vielleicht sehen sie den Glanz in dir auch einfach nicht. Und weil sie den Glanz in dir nicht sehen, fühlst du dich wertlos, unsichtbar, dreckig, gewöhnlich, mittelmäßig, billig.

Dieser Post ist fad, gibt nichts her. Einfach nur ein so Rumgetippe. Einfach nur eine Suche nach Gründen, warum sie heute nicht hier ist, was sie wohl anders sieht.
Wer ich bin, das ist egal, wer  ich damals war und die Frage danach ist ebenso egal und sowieso unsichtbar. Was hat sie dann gesehen? Meinen Körper, meinen Kleidungsgeschmack, was hat sie gehört? Meine Stimme, meine Musik, die ich mitgebracht habe. Sie weiß nichts davon wie ich hier lebe, in welcher Wohnung, wie daneben man sich manchmal einrichtet, was man für peinliche Sachen macht, um Größe zu haben, sie weiß nichts davon, wie ich früher einmal war. Sie weiß nicht viel, aber meine Erfahrung sagt mir, dass es ihr ebenso mal ging und doch sieht sie ganz anders aus, kommt sie ganz anders daher in ihrem Verhalten. Ich fühle mich nicht fake, aber warum leben andere selbstbewusster? Warum konnten andere längst Frieden mit ihrer Vergangenheit schließen. Ich bin nichts besonderes nur weil ich noch keinen Frieden schließen konnte, nur weil ich ehrlich mir Gegenüber bin, aber warum wirken andere selbstbewusst und groß, ich dagegen fühle mich klein, langweilig und nicht für dich liebenswert. 
Warum kannst du mich nicht lieben, warum bin ich für dich nicht verliebenswert? Wohl die größte Frage, die mich beschäftigt und es sowieso immer die Frage meiner Jugend war. Ja, man sollte sich zufrieden geben, mit dem was war und ist, aber leider geht das so einfach nicht, denn genau das habe ich früher nicht gemacht und dich vielleicht auch deshalb nicht neben mir. Bei mir und was auch immer.

Vielleicht weil man immer depressiv war und selbst daran Schuld ist. Vielleicht weil man ein Narzisst ist und auch daran selbst Schuld ist, man an seinem Narzissmus arbeiten will, doch dann in den Selbstzweifeln hängt und hadert, sich in Selbstmitleid verliert um dann wieder festzustellen, dass man ein kleines selbstverliebtes Kind ist, dass die Kurve nicht nehmen kann und dann wieder selbst Schuld ist, an seiner Scheiße ist, weil das narzisstische Kind immer gekränkt sein muss, denn es hat nicht alles was es will, was es sich in seiner größenwahnsinnigen Fantasie und Sehnsucht vorstellt. Das Kind kann sich nicht mit mittelmäßiger Arbeit zufrieden geben, die Langeweile würde seinen Geist töten. Das narzisstische Kind hält sich für was Besseres, ist ständig gekränkt und selbst Schuld daran. Es ertrinkt in Selbstzweifeln, denn wenn es ehrlich ist, hält es sich ja für was besonderes und das darf nicht sein, das weiß es selbst und so kann es nie selbstbewusst gehen. Nie einen Abschluss finden, denn die Vergangenheit ist zwar grammatikalisch selbstverständlich perfekt, aber nie in seinem Geiste. So kreist die Vergangenheit ständig, keine Konzentration auf das Wesentliche oder auf das was tatsächlich auf ihn zukommt möglich. Sein Geist behindert ihn. So ist er naturgemäß zwar immer in der Gegenwart, aber der Geist hinkt hinterher und ist ein vergangenes Problem mit Hilfe einer neuen Brille und Perspektive, doch noch gelöst, so ändert sich auch die Zukunft, die Zukunft wird dann wieder rosig, glänzend, voller Hoffnung, so als hätte man doch alles richtig gemacht. 

So kann ein und dasselbe Problem der Vergangenheit, eine Aussage, ein Verhalten, in fünf Minuten glänzen und Hoffnung machen, meine Zukunft rosig gestalten, aber eigentlich ist das dann immer eine Verdrehung der Tatsachen oder eben schon viel zu spät, da man schon so viel Brandbeschleuniger gelegt hatte. Das ein und dasselbe Probleme, ist abhängig von der Perspektive, doch diese Perspektive auf Dauer zu halten, ist die Kunst. So sind viele Perspektiven wahr, aber keine ist es wirklich, doch die dunkle, mittelmäßige und depressive Brille, ist die automatische, also scheint diese die WAhre zu sein. Ist sie auch nicht, aber für diese muss man keine Kraft aufbringen, zwar zieht sie die Kraft und Konzentration für die Zukunft und stellt eine massive Behinderung dar, aber es scheint die ehrlichste zu sein. Aber wenn wir alles ehrlich sind, müsste es uns alle so gehen. So ist es besser, die Wahrheit zu verzerren, ist es besser, sein Leben hochzustapeln, denn die Ehrlichkeit, sollte jeden behindern. Oder man macht es so, dass man ehrlich ist, aber sich davon nicht runterziehen lässt, Distanz dazu einnimmt, aber das bedeutet immer Arbeit und man muss auch Glück haben, es zu schaffen, jene Distanz einzuhalten. Man kann den ganzen Tag daran arbeiten, aber wenn dir nicht die passenden Gedanken, dann haste Pech, dann fällst du, dann hast du keine Chance und nur vielleicht der nächste Morgen kann dich retten. Ja, nur das Glück kann dich retten. Ich glaube man selbst kann nicht viel tun, man kann nur HALTEN, AUFPASSEN, aber dann kann es wieder ganz schnell gehen und die Tretmine ist schneller als du, dann holen dich deine Gedanken ein, dann kreist es, zieht es, dann wird der Anfang zum Ende, alles gleich, ein Kreis, ein Strudel, dann ist der Kopf voll, alles in selber Priorität, dann hilft nur noch aushalten, durchhalten und kein Ende in Sicht, willkommen Depression.

Schön, dass man seine eigenen Diagnosen auswendig kennt. Kennst du die Psychose auswendig, die Depression, den Narzissmus, das Bipolare, die Borderlinescheiße, die Derealisation, die Depersonalisation, die Dissoziation, die Ängst, die Panik und so vieles mehr, aber die Glücksformel finde ich nicht, finde ich auch nicht heraus, was das Schicksal so bringt, irgendwie hat Gott ein Geheimnis daraus gemacht, Gott ist einfach kein Wissenschaftler, Gott ist cool, aber auch ein Arschloch, denn meint man ihn gecheckt zu haben, ist er doch wieder ganz woanders und heckt den nächsten Schicksalsschlag aus. So steht man immer im Ring mit Gott, aber der Penner ist wieselflink, der muss sich nicht einmal decken, der schlägt auch nicht zu, der verwirrt dich einfach, der verzaubert dich, der entdeckt dich und lässt dich wieder fallen. Gott ist ein Hure, die dich wunderschön fickt, dich auch niemals verlässt, aber immer nur da ist, wahr ist, wenns extrem wird, der Rest ist dir selbst überlassen, wie du mit der Erfahrung umgehst, aber denk bloß nicht, dass du deshalb etwas besonderes bist, im Gegenteil, wenn du einen Auftrag hast, dann wohl eher zu Arbeiten, das mittelmäßige zu genießen, herauszufinden was mittelmäßige Liebe ist und was weiß ich noch.

Vielen Dank lieber Gott, dass du mich so verarscht hast. Dass du mir das Wahre gezeigt hast und dann wieder genommen hast.
Ich bin Mensch, ich bin faul, aber für die große Liebe, will und werde ich Knechten. Drück mir die Daumen, Gott. Bete für mich lieber Gott.

Samstag, 7. April 2012

Warum sollte ich privilegiert sein? Warum sollte ich nicht durch die mittelmäßige Arbeit durch müssen?


Was kann der Weg sein? Bin ich auch nur Mittelmaß, nichts besonderes. Vielleicht meinte man mal, das sein zu müssen. Warum  wollte man etwas besonderes sein? Macht gar keinen Sinn. Ich bin wer, bin wer genug. Vielleicht wollte man die Einsamkeit, die Langeweile damit ausschalten, dass da einer komme, der dich in deiner Großartigkeit erkennt, der dich erkennt. Aber sind wir alle Mittelmaß, auch wenn andere großartig glänzend erscheinen. Aber auch die sind es nicht. 





Man wollte etwas tolles machen, etwas hermachen, auch so toll sein, auch so glänzend sein. Wollte man sich vielleicht auch einfach nur schmücken. Kein Versager mehr sein. Wollte man aber auch die gewöhnliche, mittelmäßige Arbeit vermeiden. Man das zwar könne, aber nicht will. Heute weiß man das, weiß man mehr, aber dennoch noch nicht wo es hin gehen soll, wo ich hingehen will. Aber ich will als erster da sein, haha. Kann mich nicht ausruhen, stehe unter Druck, kann mich nicht hinlegen, kann nicht faul sein, aber erreichen tue ich nichts. Der Motor rennt im Leerlauf und das was eigentlich wichtig und wesentlich ist, gehe ich nicht an. Es ist ein Spiel auf des Messers Schneide, ein Fallen, ein Spiel mit dem Schicksal. Ein Versuch, Irrtum-Verhalten, ob es das Schicksal wirklich gibt, ob es Gott wirklich gibt. Aber so bleibt man immer nur passiver Spielball. Ist nicht wirklich Herr und Schmied seines Glückes und vielleicht geht das auch gar nicht. Ist es und bleibt es eine Glaubensfrage. Ein Spiel mit dem Pessimismus, ein Spiel mit Fiktion und Realität, ob es gelingen kann einen Trick zu finden, die sich selbst erfüllenden Prophezeiungen, umzumünzen, eine Glücksformel zu finden. Denn wenn es eine Formel für Unglück zu geben scheint, dann solle es nach Adam Riese auch eine fürs Glück geben. Doch eigentlich bleibt es immer eine Frage der Einstellung: Glas halb voll / Glas halb leer-Typ, bla..


Ziemlich simpel. Aber warum, stimmt das einfach nicht? Weil man zuviel Zeit hat, sich Sorgen zu machen? Weil man mehr sein will? Weil man großartig sein will, weil man glänzend sein will, weil nur das Unerreichbare zählt? Ist mein Ziel überhaupt utopisch? Ist die Sehnsucht unstillbar? Kann man niemals glücklich und zufrieden sein?
Wenn wir alles verloren haben, haben wir die Freiheit alles zu tun, so habe ich mal in einer Zitatensammlung gelesen und sowieso genieße ich bemerkenswerte und respektable Narrenfreiheit. Ich bin zum Hochstapler geworden, aber eigentlich nennt man das Erwachsen sein. Man kann sich vieles vorstellen, vieles imaginieren, viele Schmerzen, viel Lust, Spaß und Freude, aber es ist nicht dasselbe wie in Realität, in Realität fehlt immer was, es ist immer ein Mangel. Kann das jemals aufhören? Ich glaube nicht, ich glaube es ist unstillbar und doch habe ich Träume, den Glauben daran den Mangel aufzuheben. Es mag Illusion sein und doch ist es der Antrieb, der Grund zu leben. Der Grund zu leben ist also ein Mangel dessen Überwindung utopisch ist, also ist es auch eigentlich sinnlos, morgens aufzustehen, ist es auch sinnlos, sich Abends zu Bett zulegen, wenn die Überzeugung vom unstillbaren Mangel, gesetzt ist.

Ich suche mein Mädchen, meine Prinzessin, aber sie kann nur passiv gefunden werden. Ich weiß, dass es sie gibt, dass habe ich bis Heute schon gut zweimal erfahren dürfen, als der Mangel für einen großartigen Moment zum Märchen wurde. Ich meine Prinzessin, aber nicht immer dafür begeistern kann, sondern damit auch verschrecken kann. Doch was nutzt es die Gedanken daran zu verschwenden, wenn sie heute nicht hier ist und mir mein tatsächliches Leben entgleiten, ich mir das Leben buchstäblich nicht nehmen kann, ich es nicht mehr in der eigenen Hand und im Griff habe. Wenn der Alltag und Verpflichtungen davon schwimmen und das Land der harten Arbeit auf mich zu kommt. Dann Arbeit kommt, die mich anwidert, die mich lähmt, die mich so mittelmäßig macht. Jeder naturgemäß mittelmäßig ist, aber ich will diese mittelmäßige Arbeit nicht, ich das Gefühl der Langeweile und Mittelmäßigkeit nicht ertrage. Aber warum sollte ich ein "besserer" Mensch sein, der diese Arbeit nicht machen muss?

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tim.a.elstner(at)gmail.com