Montag, 4. Juni 2012

Was will mein Wille wirklich?


Es wird so sehr mal Zeit, frei zu sein. Was aber wirklich auf mich zukommt ist wirklich die Scheiße. Das Versagen, das nicht weiterkommen und dann das nehmen zu müssen, was man dann noch angeboten bekommt. Es die Konfrontation mit der Realität sein wird. Mit dem jedermann bekannten System. Und warum sollte man auch was besseres, um diesem entkommen zu können.
Alleinsein, allein sich wohl fühlen, alleine klar kommen. Frei der Psychologie. Einfach nur allein mit mir sein, in meiner Fassung, in meiner Abgrenzung. Nur ich mit meinen Schlussfolgerungen und meinen Konsequenzen. Will ich nur noch mir selber helfen können. Muss ich keine Ratschläge einholen, auf keinen Rat hören. Ohnehin will ich diesen Rat nicht hören. Und ich wünschte die Ratschläge wären nie gefallen. Ich wünschte ich wäre längst frei davon, hätte mein Leben, meine Realität in Griff. Als hätte ich meine Aufgaben schon gemeistert. Das was auf mich zu kommt schon gemeistert. 
Vielleicht muss auch ich einsehen, dass ich scheiter und versage. Auch damit bin ich nicht alleine. Ist auch anderen schon passiert. Muss man halt irgendwie männlich durch oder eben auch darüber Mann werden. Kann man es dann vielleicht nicht mehr ändern ist es dann einfach so passiert und eben das daraus geworden. Was hätte ich tun sollen? Einen Rat will ich ohnehin nicht und weiß ich auch das kein Rat hilft. 
Irgendwie das eigene machen, irgendwie den eigenen Weg finden. Möglichst angenehm. Ist ja nicht verboten. Vielleicht sollte man einfach Bock auf die Realität, auf das System, aufs Berufsleben haben. Vielleicht sollte man einfach Bock darauf haben. Vielleicht sollte man das Leben und die Realität einfach so haben wollen. Sich so nehmen wollen, das Beste daraus machen wollen und nicht ständig ausweichen. Vielleicht haben andere einfach richtig Bock drauf, Karriere zu machen. Was soll man auch sonst mit dem Leben anstellen, mit der Wirklichkeit und dem drohenden System. Einfach mal Karriere machen. Das Leben anpacken, nach vorne gehen und auf selbstverliebte Reflektion scheißen, aufs Grübeln, auf die Vergangenheit mal so richtig scheißen und nach vorne schauen. Auf das was auf dich zu kommt, auf das was man so aus dem System machen kann. 
Ein LifeWorkBalance anstellen. Das man schwarze Zahlen schreibt. Das man das aus Leben herausholt, was einen glücklich stellt. Da mag vielleicht scheiß Arbeit sein, aber danach könnte man sich ja auch seiner Freuden widmen. Danach kann man ja auch was Schönes machen. Nur blöd, wenn die Arbeit dich auffrisst. Blöd, wenn man im Studium versagt und noch mehr verschlossen bleibt.
Bin ich dann noch frei und was ist wahre Freiheit?







Frei von Bindungen zu sein. Frei von Leuten, die meinen mir Ratschläge geben zu müssen. Einfach allein sein zu wollen und sein Leben und sein Schicksal selbst gestalten. Sich selbst zu fragen, sich selbst antworten zu geben. Selbstbestimmt und autonom zu sein, zu werden und zu bleiben. Für sich selber Sorge tragen. Auf sich selbst aufzupassen. 
Für dich kann niemand arbeiten gehen, für dich kann niemand lernen, für dich kann niemand studieren. Dafür kann ich niemanden einstellen und sowieso kann ich nur mich selbst retten. Nur für mich selber da sein. Niemand kann mich retten, ich kann niemanden retten. Was ist meine Aufgabe? Allein zu sein, frei zu sein, erwachsen zu werden? Der Realität ins Auge zu schauen. Mein Leben, mein Schicksal selbst in die Hand zu nehmen und mein Leben oder mein Schicksal nicht länger in die Hände von Autoritäten, Therapeuten oder was auch immer zu legen. Ich selbst kann nur mein Herr sein. Das muss ich begriffen, das muss mir mal innewerden. Ich frei sein will, frei sein muss, etwas aus meiner Freiheit tun sollte, so gut ich kann und will. Vielleicht muss man nur wollen. Was will mein Wille? Ausweichen? Ausruhen? Genießen? Chillen? Was will meine Wille? Wo ist er zu verorten? Was will mein Wille wirklich? Systemrelevant, in Wirklichkeit?

Sonntag, 3. Juni 2012

Fantasie ist ein Arschloch


Keine Fantasie bloß ein Loswerden von Vätern, von Autoritäten und den Bindungen daran. Irgendwie einfach frei zu sein. Frei in meiner Wirklichkeit. Frei von Gestern. Auch frei der Fantasie zu sein. Von utopischen Träumen. Selbst meine Größe zu sein. Mich selbst zu füllen, zu entdecken. Meinen eigenen Willen nachgehen, meinen Wünschen und Bedürfnissen. Zu erkennen, dass ich zwar mal nicht frei war, aber immer ich war. Auch wenn mein ich heute und gegenwärtig, stärker ist. Das es mal nicht so war. Ich noch an Ikonen, Autoritäten, Ideale und das System glaubte. Ich will nur frei sein. Nicht in meiner Fantasie leben, auch wenn es genau genommen nicht anders geht, ich will frei sein. Mein Ding machen, wie man so schön sagte. 
Raus aus dem unendlichen Kreislauf der Psychiatrie. Irgendwie mein eigener Herr und Vater sein. Irgendwie von den Autoritäten, den Therapeuten gehen. Einfach davon weggehen, wohl die schönste Lösung ist; die friedliche. Vielleicht müssen auch mal die Fetzen fliegen. Vielleicht muss man sich Wege und Türen versperren, um zu erkennen, was mein eigener sein kann.



Frei der Bindungen, aber nicht völlig losgelöst. Bleibe ich Teil meiner Wirklichkeit, meiner Augen und dem was ich sehe. Nicht länger Opfer meiner Fantasie, der Bindungen und der damit verbundenen Beziehungsideen. 
War ich Sklave meiner Fantasie, nur Zuschauer meines Theaters. Meine Augen waren die vierte Wand, wie in einem wirklichen Theater. Kein Eingreifen, nur eigene Performance, aber ohne Wirkung. Das Leben ist keine Performance. Mein Leben ist nur das was ich sehe, frei der Bindungen. 
Muss ich auch nicht länger Opfer meiner Erinnerungen sein. Werde ich Interessierter meiner Erinnerungen, mein eigener Herr und verständnisvoller Vater. 
Niemand schreibt mir vor oder gibt mir Ratschläge, wie ich zu leben oder wenn ich zu lieben habe. Ich entscheide selbst, passe auf mich selbst auf und bleibe aufmerksam. Gelernt habe ich frei von Ikonen zu sein, frei von Autoritäten und Therapeuten zu sein. Niemand ist ein besserer, ein besonderer Mensch. Niemand ist allmächtig, niemand kann mich fühlen, mit meinen Augen sehen. Und wenn doch gibst da nix schlechteres zu sehen. 

Warum sollte mir nun ein Mensch noch schlechtes tun können, wenn ich auf mich selbst aufpassen kann, wenn es diese Ikonen, diese vierte Wand, dieses Theater, auch diese Psychiatrie und Therapeuten gar nicht mehr gibt. Dann bin ich ein Stück weiser geworden, etwas freier und kann entscheiden wie ich will. Muss ich nicht länger Grenzen überschreiten in meiner Fantasie und wirklich, weil auch mir niemand mehr zu nahe treten kann. Ich bin frei und alles ist nur Gegenwart, das was ich sehe. Frei der Bindungen, der Beziehung und weniger einsam. Will ich frei bleiben und stark werden.

Freitag, 1. Juni 2012

Absolut schön. Ein jeder weiß um Schönheit

Man muss kein Genie sein, um Schönheit zu erkennen. Eine Figur unwiderstehlich sein kann. Formen gut verpackt. Knackig, straff. Wohlproportioniert. Von denen gibt's viele. Von denen will man eine haben. Diese Verpackung, eingehüllte Schönheit. Wunderschön. Von dir gibt's mehrere. Von dieser Sorte will ich eine haben. Kann mich kaum satt sehen, viel zu knackig. Muss das knacken. Wer erkennt nicht deine Schönheit? Inbegriff der Schönheit. Jeder erkennt das, aber von dir gibt es auch viele. Die schönste Frau soll es sein. Von den schönsten gibt's nicht nur eine. Sind in Form. Ich will dich sehen. Am Strand, im Schlafzimmer. Kurven, Formen. Knackiger Busen, knackiger Po. Muss man nur mit der Fingerspitze daran kommen und schon ist es soweit. Was knackt, bringts zum platzen. Jeder erkennt diese Schönheit, diese Kurven, diese Form, dazu muss man nicht viel mehr können als sehen, denn du bist von Natur aus schön. Das weißt du selbst. Aus dieser Perspektive einfach unwiderstehlich. Aber da gibt's nicht nur dich und auch das weißt du selbst. Da bist nicht nur du die schwach macht, die den Herrn erlegt. Und so wichtig ist all das auch nicht. Geht jedem so, ist nichts neues, nichts besonderes, gibt nicht nur eine. Und eigentlich geht's mir auch um viel mehr als das. Klar die knackige Verpackung und Form isst mit, aber was das Essen ausmacht sind dann doch eher die nicht sichtbaren Zutaten. Zuckersüß, feurig scharf. Guten Appetit. Schönheit ist vergänglich, was schön ist, sieht ein jeder. Und auch die Schönste ist nichts besonderes, kann sich ebenso keiner Statistik entziehen, gehört dann eben zur Gruppe der Schönsten. Knackige gibt's viele. Da ist nicht nur absolut eine. Da sind noch so viele mehr. Und so auch mit dir. Auch du bist nichts besonderes, auch du kannst dich keiner Statistik entziehen, auch auf dich lässt sich verzichten. Auch du bist ersetzbar und austauschbar. Sie mag auf ihren Prinzen warten, dann hoffe ich mal auf das knackige Gesamtpaket. Weil ich mich niemals satt sehen will, niemals Langeweile haben will. Denn auch dein Geist wird wunderschön sein. Wir alle sind ersetzbar. Ein jeder muss auch das sehen und erkennen. Ein jeder muss mal verzichten. Weiß ich heute was ich will und kann Nein sagen..

Donnerstag, 31. Mai 2012

Du bist sexy. Steht dir gut. Steh auf

Und du wartest. Genau wie ich. Gib Gas. Auch du bleibst sexy. Und das ist eben so. Gut so. Ebenso. Warten wir auf unseren Traum. Stehe auf mein Prinz. Stehe auf meine Prinzessin. Du wartest auf Promille, denn das was du suchst ist Utopia. Vielleicht weniger als Promille. Und auch ich suche meinen Traum, meine Prinzessin. Bin ich nicht dein Prinz. Nicht dein Erfolg, dein Schaffen, dein Werk. Suche ich die schönste im ganzen Land. Jene die sich nicht entscheiden kann. Die geknackt werden will. Bist du die derbste Nuss, die eben auch übel auf die Nüsse geht. Keep cool, keep it real. Word up. Chill out. Make your day. Du bist der Schatz, mein Schatz. Hebe dich erstmal selbst. Liebe dich und gebe dich niemals her. Ich liebe dich.

Andere stehen auf und rocken weiter, rocken wieder

Bleibe nicht verliebt in der Schwere stehen, in der vermeintlichen Wahrheit. Aufstehen, kämpfen, weitermachen.
Jeder muss, sollte aufstehen. Egal der Anderen, sein Ding machen. Andere haben auch Schmerzen. Aber man kann das Ding auch anders sehen. Man kanns auch drehen. Nicht rumheulen, rocken, aushalten, weitermachen.
Es könnte auch leicht sein, leichter sein. Man könnte auch lustig sein. Könnte auch aufstehen, singen, drauf tanzen, einfach glücklich und optimistisch und zuversichtlich sein. Niemals aufgeben.
13jahre Depression und Negativität drehen. Auf den Fatalismus scheißen. Die Seite positiv drehen, dafür kämpfen und niemals aufgeben, daran zu arbeiten, es positiv zu sehen.
Wieder zu rocken, es leichter zu sehen. Weg von der selbstverliebten Wahrheitsliebe, der Schwere, wenn sie doch nur vom glücklichen Leben abhält. Ein Scheiß auf Schicksal, Vergangenheit, Zukunft. Ich will nur mein Leben rocken. Den Schmerzen, der Wahrheit den Stinkefinger zeigen. Es geht voran, weitermachen.

Montag, 28. Mai 2012

Dienstag, 15. Mai 2012

Siehst nur dich

Wenn du in den Spiegel schaust
Dann siehst du nur dich
Du siehst nicht den Raum, siehst nicht andere
Bist nicht der Mittelpunkt
Egozentrik
Bist auch nicht nichts
Auch nicht Luft
Bist auch nicht Jesus

Nicht der Märtyrer
Einfach nur einer auf diesem gottverdammten Planeten

Wenn du in den Spiegel schaust
Dann siehst du nur dich
Du siehst dich nicht im Raum
Du meinst du wärst der Raum
Eines Jeden
Beziehungsideen müssen resultieren
Der Wahn, die Bedrohung
Die Decke muss dir auf den Kopf fallen


Wenn du in den Spiegel schaust
Dann siehst du nur dich
Dann bist du der Raum
Immer gewesen und auch geworden
Nichts ist ewig






Stehe im Raum
Gehe auf diesem Planeten
Der kleine Prinz
Absolut
Kindisch

Wenn du in den Spiegel schaust
Dann siehst du heute dich im Raum
Dich mit anderen, andere mit dir
Ein Glied, eine Kette
Eine andere Beziehung
Andere Idee
Gehe im Raum, auf der Welt
Werde erwachsen

Wenn du heute in den Spiegel schaust
Dann siehst du mehr
Mehr Freiheit

Und davor hast du Angst gehabt?
Willkommen auf Erden
Im Universum
Im absoluten Nichts
Willkommen du bist ein Teil davon geworden
Und nicht mehr der grandiose Niemand


Willkommen im anderen Spiegel

Montag, 14. Mai 2012

Wenn ich nun beginne zu lieben, anstatt iwas, iwenn zu hassen. Dann habe ich nichts mehr von dir. Bist du fort. Sowieso für immer fort. Ich kann und will deshalb wohl nicht. Das Risiko zu groß, dass du dann nicht mehr in mir bist, fort, für immer fort bist


Auf ein weiteres damit gehen

Ohne ein Lachen
Stark
Ein damit
Egal der Großen?
Nicht egal, darüber stehend
Die Psychologie schafft mich nicht länger
Mache ich mich stark
Höre, Lerne dazu
Missachte nicht, umgehe
Baue
Schaffe selbst
Gehe selbst
Habe gehört
Muss ich nicht annehmen
Aber habe gehört
Euer Rat
Bin nicht gößer
Aber selbst mein Mann
Selbständig, selbstbestimmt
Habe gehört
Und mache es eigen
Muss es euch nicht zeigen

Und wenn ich daran untergehe
Ich gehe

Tut mir nicht gut?
Ich bestimme was mir gut tut
Meint mich zu kennen?
Ich kenne mich selbst
Ich tue mir an, was ich mir antuen will
Ich habe gehört
Auch zuviel gehört
Ich gehe
Sie ist fort
Ich geh fort
Ihr habt es gesagt
Steht im Weg
Mächtig, schwer
Keine Gewalt
Ich lerne
Werde stark
Nicht für euch
Für mich
Für meine Liebe
Für meine Frau
Kein Hass
Ich will lernen
Nehmt kein Wort zurück
Zu spät
Mache mich so stark
Will eure Worte nicht
Mögt Recht haben
Lerne ich
Mag ich es einsehen und davon lernen
Meine Frau ist mein Liebe
Macht sie mir nicht schlecht
Ich hasse nicht
Aber ich gehe
Gehe fort

Hoffe ich
Hoffentlich
Glaube ich
Weiß es
Lasst mich
Geht Geh, ich gehe
Ich hasse euch nicht länger
Hasse niemanden mehr
Lasst mich

Cooler Umgang

Gar kein Platz für Eifersucht
Ist eher dann Liebe
Kommen und Gehen lassen
Wie schön
Wie friedlich
Bezaubern
Lässt sich genießen
Vertrauen
Treffen uns immer wieder
Sind unsere Ausgangspunkte
Sind unsere Ziele
Unser Kompass
Kein Zwang, Druck
Schöner Umgang
Respektvoll
Erwachsen
Den anderen sehen und respektieren
In seiner Andersartigkeit
Kennenlernen
Gewisse Distanz
Kein Klammern
Ziehen und Zerren

Hört sich einfach an
Banal
Oft gehört
Nie oder zu selten getan
Ich war mal cool
Aber wurde tief enttäuscht
Verraten, missbraucht, hintergangen
Das ist das Dilemma
Was bis heute den Weg schwer macht
Verwirrt macht
Nur wegen der ersten Frau
Hat sich mein Schicksal entschieden
Nur deshalb raten Psychologen heute ab von dir
Nur weil ich einmal bei der ersten Frau nicht cool reagierte
Dabei war man mal cool
Konnte all das
Ganz selbstverständlich, locker
Bis der Riss und tiefe Enttäuschung kam
Bis dahin war alles cool

Sonntag, 13. Mai 2012

Beuteschema

Foto: http://post-traumatic-son.blogspot.com/



Bist eigen 
Dein Ding 
Autonom
Frei sein 
Suchst den starken Vater 
Den Soliden, Souveränen 
Der fest steht 
Nicht abweicht


Den Politiker Den Manager Den perfekten Vater Der dich frei lässt Dich ziehen lässt Der verzeiht Der akzeptiert Der loslässt Der auch ein bisschen Jesus ist Den du auch anschreien kannst Der sich selbst zurück nimmt Der es nicht so ernst nimmt Der Spaß versteht Der von dir Untangiert erscheint Und doch immer nah ist Warum soll ich dir iwas verübeln Nur weil ich es nicht kann? Nur weil ich dasselbe suche Sind beide auf der Suche Nach Selbstbestimmung und Gleichgewicht Irren Sowieso immer irren Wer tut das nicht ständig? Ich irre weil ich Stabilität nur in dir suche Mache es mir einfach Denn ich gebe auf In mir zu suchen Mache mich nicht länger stark Sondern gebe auf Und klammer an dir Ich bin frei Selbstbestimmt Stark Mein eigener Herr und Steuermann Gib Gas Einzig für dich Gib Gas Einzig für dich






Zu sehr begehrt
Besitzwunsch
Gier
Schatzsuche
Goldgier
Besitzergreifend
Zwingend

Drängend
Nicht lassend
Freiheit nehmend
Respektlos
Ungeduld, Unruhe
Ein scheiß Lachen
Eine Fratze
Macht und Triumph
Du hast nicht viel verstand
Zeit zum nachholen
Nichts und alles zu spät

Donnerstag, 10. Mai 2012

Gewaltig geirrt

Und ich bin einfach zu stolz
Muss einsehen
Mich verrannt
Den Fehler durchgezogen
Ist menschlich
Ist auch das Verliebtsein
Aber ich kam nicht mehr zurück
Heute bin ich selbst Schuld daran
Ein naives dummes Kind
Verrannt
Kann passieren
Lerne mal, Tim
Erkenne mal
Geirrt und falscher Stolz
Normal?!
Einmal und immer wieder
Zweimal und nie wieder

Man lernt sich kennen
Nähert an
Siamese Dream
Verrannt
Irrglaube
Vernarrt
Idotie
Menschlich
Eins sein
Ewig sein
Untergang, Fehler, Verloren
Kind, selbstverliebt verrannt in Idee
Nicht mehr sie gesehen
Nicht mehr dich gesehen
Nur Eins gesehen
Nur die Utopie gesehen
Utopie ist Utopie
Glaubst du es heute?

Niemals, unmöglich, nur ein bekloppter Traum
Das willst du doch auch gar nicht
Verrannt
Und zu stolz gewesen
Unaufhaltsam
Besessen
Mächtig

Du warst schlauer mein Schatz
Hast mehr begriffen
Auch du irrst mal
Aber ich bin ein Idiot
Hast mir mal verziehen
Danke, dafür nochmal

Was sollte ich machen?
Begehrte dich gewaltig
Der Zug unaufhaltsam
Bist nicht aufgesprungen
Dein Recht, deine Vernunft
Lernt man sich ohnehin erstmal kennen
Sich selbst kennen
Ein Leben lang kennen
Lebenslängliches Kennenlernen
Lebenslängliches Annähern
Ich machte es mir einfach
Schloss der Kreis
Machte den Bund
Aber du warst nicht einverstanden

Du hast immer gesehen, wie ich mich verrannte
Du hast immer Recht gehabt
Bist vernünftiger als ich
Bist erwachsener als ich
Du weißt, dass man sich nur vor den Kopf schaut
Du hast gelernt
Bist nicht mehr das Kind

Ich bin Idiot
Zu stolz
Und mit dem Fehler durchgebrannt
Kurzschluss, Fehlschluss
Uneinsichtig

Du hast mich darauf aufmerksam machen wollen
Ich habe nie gehört
Ich habe immer weiter gemacht



Verzeihen als Weg = Ziel


Geht es nur noch um das Eine

Geht es nur noch um die eine Frage, die mich quält, mürbe macht. Auf die ich vielleicht keine eindeutige Antwort bekomme. Wohl niemals. Aber nur das macht mir noch Angst. Nur das passt nicht in mein Bild. Nicht in meinen ersten Eindruck von mir. Ich will mich nicht derart in dir getäuscht haben. Das will ich einfach nicht.
Kann ich abwägen und das tue ich. Eben das tue ich seit Jahren unendlich, dabei wusste ich nicht einmal, dass das immer meine Frage war. Vielleicht würde ich dir nicht einmal glauben, wenn du das Gegenteil meiner Befürchtung tun würdest.
Mag es Eifersucht sein, aber das ist nicht alles. Es ist schlicht und einfach, dass es mir nicht in mein Konzept passt, nicht in Bild passt. Ich will einfach nicht dass du schlecht bist. Schlecht in meinen Augen bist.
Wir stehen in keiner Beziehung, es ist deine Freiheit. Es geht mich gar nichts an. Aber ich ertragen das Bild einfach nicht. Wird zur Last. Da kann ich nur alleine meinen Frieden mit finden. Lieber Ende mit Schrecken, als ein Schrecken ohne Ende. Wenn das mal so leicht wäre, wie geschlussfolgert. Wahrscheinlich muss da jeder alleine durch. Ich kann auch mal das Ende, das Ziel sehen, aber deswegen bin ich immer noch nicht durch. Die Ungewissheit hält mich zurück. Der Wunsch nach Wahrheit ist radikal.

Montag, 7. Mai 2012

Angst vorm Aufwachen

Angst davor ins Bett zugehen
Angst davor aufzuwachen
Angst davor dass ichs nicht schaffe
Angst davor einfach loszulassen
Angst dass der Schmerz wieder kommt
Angst vor der Überraschung
Angst dass es mich überkommt
Angst dass ich es nicht kontrollieren kann
Angst davor dass ich mich wieder verrenn
Angst dass ich nur unter Schmerzen zurück komme
Angst davor, dass ich nicht auf mich aufpassen kann
Angst dass ich morgens den rechten Pfad nicht finde
Angst dass mir nicht der richtige Weg einfällt
Angst dass ich mich wieder treiben lasse
Angst dass wieder irgendeine Lust gewinnt
Angst dass der Masochismus doch mit mir macht was er will
Angst dass ich nicht die Überhand gewinn
Angst dass mir am Morgen die Gedanken entgeleiten
Angst dass ich meine Gedanken und Gefühle nicht einfangen kann
Angst dass ich mich wieder selbst nur kranken kann
Angst dass ich meine wirklich gute Idee verliere
Angst dass ich wieder ausgeliefert bin, passiv
Angst dass ich den Weg in Genuss nicht schaffe
Eigentlich ist es nur noch eine Angst
Dass ich nicht schneller bin, als das in mir
Dass ich mich wieder selber verprügel
Dass ich am Morgen wieder meine Perspektive verliere

Achtsamkeit

Darauf achtend, was im Kopf passiert. Dass der Schnellschuss, Kurzschluss, Fehlschluss dich nicht ständig instrumentalisiert. Dass du nicht ständig Opfer deiner Gedanken bzw Gefühlen wirst. Dich deiner Gedanken, deiner Gefühle distanzierst. Abstand herstellst. Nicht um der Leere oder einer Erleuchtung wegen, sondern um Kränkungen den Kontakt zum Herzen zu vermeiden. Es nicht um kühle Distanz geht, sondern um einen Schutz, um ein dickes Fell, um stärker und gelassener zu werden. Letztendes um loszulassen. Auch um sowas wie vorbereitet zu sein, um nicht völlig offen und damit nicht ganz dicht zu sein. Um andere und mich selbst leben lassen zu können. Mein Ding zu machen, andere einfach ihr Ding mache zu lassen. Leben und leben lassen, ich kann nichts erzwingen, niemand gehört mir.



Dein Leben

Ich darf dir nicht mehr schreiben
War nie ein starker Mensch
Konnte dich nie leben lassen
Nie sagen, dein Leben, mein Leben
Dich nie loslassen
Schon lange bist du fort
Was für mich mal ewig war
Ist heute ewig kalte Schulter
So trauer ich hinterher
Kommt Erinnerung, kommt Schmerz
Komme ich nicht hoch
Kein Abstand
Verharre im Schmerz
Tut weh, anstatt zu sagen es ist dein Leben
Und das muss ich so akzeptieren
Es ist dein Leben
Tangiert mich nicht
Musst du selbst wissen
Berührt mich nicht
Und wenn es mich berührt, dann gehe ich
Es ist dein Leben und das kann ich so akzeptieren

Freitag, 4. Mai 2012

Wir zerstören und heulen anders


Legt Wunden nach außen und dann bist du nicht ganz dicht. Vielleicht das Gegenteil von dicht sein, von zu machen. Bleibt es narzisstisch. Der eine so der andere so. 
Die Menschen zu sehen, auch dich selbst zu sehen, wie es wirklich ist oder anders, vielleicht anders sein kann. Anders sein kann, wenn man sich schützen kann. Gefühle nicht mehr so nah ran kommen, es nicht mehr absolut ist, man absolut ist, man nicht mehr alles und jeden persönlich nimmt. Eine Distanz herstellen kann, wenn Beziehungen nicht mehr voller Ideen sind, weil ich mich in meiner Person, meinen Gefühlen, Gedanken und Handlungen nicht mehr für besonders halte. Mich nicht mehr als den Mittelpunkt meiner Beziehungen sehe. Bin ich nur Mittelpunkt meiner Ideen, meiner Fantasie, meiner Illusion, meiner eigenen persönlichen Täuschung. Jeder ist mal wieder in seinem Wald aus Kindertagen, jeden Tag mal wieder, jeder sollte, muss einsehen, erkennen, das es ums erwachsen werden geht, um die eigene Mittelmäßigkeit geht, sich anzupassen, als einen kleinen Teil zu sehen. Relativer zu sein, weniger mit dem Kopf durch die Wand. Vielleicht etwas kälter, etwas neutraler, etwas reifer, etwas solider, weniger naiver, weniger magisch, beschwörend. Dass ich dich sehen kann als begrenztes freies Subjekt und Objekt mit eigenem Willen, als freien erwachsenen Menschen. Kommt es dann nicht mehr so nahe, ist dein zerstörerisches Verhalten nicht mehr meine absolute Zerstörung. Nicht mehr das doppelte Ausmaß. Bin ich dann stärker



Kommt zu nah. Kein Umgang. Wie ein absolutes Kind


Mach doch was du willst. Es ist sowieso dein Leben. Es tut mir zwar auch weh, aber ich kann es nicht ändern. Du bist nunmal so geworden, bist numal erstmal so. 

Vielleicht wünscht du dir einen Therapeuten zum Mann und kein anhängliches Kind. Jemand der reif ist, souverän ist, der dich loslässt, nicht anspringt, der genießen kann. Jemand der sowas was du machst nicht so nah ran lässt. Der sich davon nicht tangieren lässt ohne kalt zu sein. Jemand der relativ reflektiert ist und nicht mittelpunkthaft narzisstisch absolut sieht. Also der, der schon erwachsen ist, erwachsener ist. Der dich so nehmen kann und vor allem versteht. Dieser Mensch der dich stützen kann, denn auch du gehst auf Krücken. 

Ich bin es nicht der dir helfen kann. Ich bin masochistisch, muss mir auch immer selber weh tun. Was du sagst hat für mich ein (absolutes) Gewicht, dass es mich bedroht, dass ich aus infantiler Wut nicht davon lassen kann. Auch bin ich in meinem absolutistischen Kinderdasein narzisstisch gekränkt. Wir können uns nur falsch verstehen. Wir haben nichts falsch gemacht, niemand ist schuld.


Und vor allem geht es nicht um mich. Es geht nur darum dass ich ein Mann bin und schlimmer, damals wohl eher ein gekränkter Mann oder Junge war. Um mich geht es eigentlich nicht. Das was ich mit deinem Peiniger gemeinsam habe, ist nur das Geschlecht. Um mich geht es da nicht, geht es auch nicht um Liebe. Es bedeutet dir einfach nichts, bist kalt, spürst nichts mehr, doch leblos bist du nicht. Auch du hast in dir Sehnsucht, Wünsche und Bedürfnisse, aber die seit verdeckt, verschüttet. Eigentlich sitzt du einsam da in deiner Wohnung, du spürst nichts mehr, bist traurig, versuchst dich abzulenken, die Decke fällt dir auf den Kopf. Du magst darum kämpfen, damit du klar kommst aber eigentlich spürst du nichts mehr. Eigentlich bist du reglos, tot, erlegen. Eigentlich bist du ein Opfer und weil du selbst nicht vergewaltigen kannst, musst du dich instinktiv anders rächen. 
Du spürst es, wenn dich jemand sexuell attraktiv findet oder sich in dich verliebt und Gefühle für dich entwickelt, doch leider musst du es ganz intuitiv zerstören, musst dich rächen, du musst die Liebe enttäuschen oder aber du musst den anderen spüren. 

Du spürst nichts mehr, es geht nicht um Liebe, nicht um den Menschen, nicht um die Beziehung oder den Partner, dir geht es um den Sex den du niemals wolltest, also hast du Affären und wiederholst den Sex, den du niemals wolltest. Du demütigst dich, willst eigentlich deinen Peiniger demütigen und siehst keine Gefühle mehr, du musst enttäuschen, verletzen. Relativ rücksichtslos. Aber du hast Recht, auch zum verletzen gehören immer zwei. Warum bin ich auch ein naiver Jüngling, der ebenso rücksichtslos auf sich selbst, sich in Gefaht begibt, den Helden spielen muss. Warum bin ich auch der Jüngling, der absolut stürmisch ist, der auf dich drängen muss. Auch das ist rücksichtlos. Dabei bin ich der masochistische Part und du vielmehr der sadistische. Dabei tun es beide vielmehr unbewusst, beide müssen es tun, es scheint wie ein Zwang. Beide wollen nicht wirklich erwachsen sein oder werden nicht. Vielleicht können sie auch nicht. Der Genuss auch in der Verletzung ist. 
Man will es durchaus durchbrechen, sodass es nicht mehr so nah kommen kann. Man will endlich dieser selbstbestimmte reife erwachsene Mann sein, der damit umgehen kann, der den es nicht länger tangiert. Der der den Kurzschluss versteht, dieser Mann der verzeiht, Verständnis und ein großes Herz hat, der der geduldig ist, der Schmerzen besser einstecken kann, ohne die Decke hochzugehen.

Der der nicht durchdreht, weil du promisk sein könntest oder es bist, der sich davon nicht absägen und kränken lässt. Der der dich versteht, deine missliche Lage, deine Affekt, deinen Sadismus, deine Rücksichtslosigkeit. Der Mann, der wie ein Vater ist, wie ein Therapeut ist. Der es über sich ergehen lassen kann der das aushält, der dich differenziert nachvollziehen kann, der selbst schon Erfahrungen gemacht hat. Der der warten kann, der nicht lachen muss, der nicht Besitzen und triumphieren muss. Diesen Mann gönne ich dir, wünsche ich dir. Und ich wünschte auch, ich wäre damals um Erkenntnisse reicher gewesen und ich hätte dir damals schon wahrhaftig verzeihen können. Dann müsste ich heute nicht den Heldentod sterben, dann wärst du zwar auch immer da, aber ich könnte mein Leben leben. Wenn ich dieser Mann gewesen wäre, dann hätte ich dich stützen, therapieren, umarmen lönnen. Dann wäre ich stark gewesen.

Du machst mich stark. Deine Abwesenheit macht mich stärker und es ist nur halbherzig das, was ich gewollt habe. Eigentlich wollte ich nur dich, aber ich konnte dich nicht wirklich verstehen. Nur oberflächlich, absolut verstehen. Das aber reicht nicht. Du bist und du brauchst viel mehr. Konnte es aber nicht geben, denn auch ich brauche viel mehr. Wir sind beide im Wald, beide verloren, beide an Krücken. Du kannst mich gar nicht gebrauchen. Ich bin nicht, was du brauchst. Ich bin nicht dieser Mann und du bist nicht die Frau, die ich erwartet habe. Sehen wir es beide ähnlich, aber brauchen etwas anderes. Keiner von uns beiden kann es geben, es halten oder damit umgehen. Beide würden stürzen fallen, der Boden würde uns verschlingen. Doch beide wollten wir verschlungen werden, doch kennen es nicht zu lassen. 




Also musst du Herzen brechen und ich bin das Kind im Gegenteil, mir muss des Herz gebrochen werden. So kommen wir nicht zusammen. Es geht zukünfitg darum sich nicht mehr brechen zu lassen, so dass die Reflektion mich nicht kalt werden lässt, ich aber damit umgehen kann. Dass dein Brechen des Herzes mich zwar nicht kalt lässt, ich aber ruhig bleibe und dir zeigen kann, wie das Leben wirklich und richtig geht. Du hast nichts falsch gemacht. Niemand ist Schul. Braucht man immer zwei dazu. Und es geht auch nicht um dich persönlich, bist nur Objekt. Nichts persönliches, schließlich mögen wir uns. Aber ich muss dich abweisen, gebe dir vielleicht Sex und Küsse, aber ich kann keine Beziehung führen, nur allein Affären und das oft. Du brauchst viele Männer, viele Beweise. Deine Bestätigung eine Demütigung. 

Donnerstag, 3. Mai 2012

Dein System

Ich kriege dich, aber ich will dich dann nicht
Du willst mich, aber ich enttäusche dich
Du willst mich nicht, aber hast mich zu wollen
Eigentlich willst du mich (doch)
Ich muss dich für mich gewinnen und dann enttäuschen
Du täuscht dich, eigentlich willst du mich
Ich bin verzweifelt, wenn du mich nicht willst
Ich bin enttäuscht, wenn du mich nicht ficken willst
Ich bin enttäuscht, wenn du dich nicht verliebst

Mein System stimmt, wenn du mich willst
Mein System bricht zusammen, wenn du mich nicht ficken willst

Mein System ist bestätigt, wenn du mich ficken willst
Mein System ist bestätigt, wenn ich dich enttäuschen kann und konnte
Mein System ist bestätigt, wenn ich dich doch für mich gewonnen habe

Beziehungsideen weil du narzisstisch bist

Weil du dich für etwas besonderes hältst. Also siehst du nur dich selbst, beziehst du alles auf dich. Mach die Augen auf aber tue es richtig. Klar du siehst dasselbe, aber andere sehen es anders. Du siehst nur dich selbst, alles auf dich bezogen. Ziehst alles an, aber das stimmt gar nicht. Auch nichts ziehst du nicht an. Auch nichts ziehst du an, auch alles ziehst du nicht an. Also wird alles bedrohlich, stürzt ein, macht Angst. Deine Beziehungsideen. Doch da ist nicht wirklich was, alles Fantasie, alles Einbildung, alles Wahn, wird dann zum Traum. Ist Eifersucht, ist narzisstische Illusion. Da ist nix, da ist niemand oder eben nicht mehr, als bei andere auch. Warum auch solltest du etwas besonderes sein. Glaubst du bist Genie, eine Größe, doch bist im Wahn deiner Beziehungen, die du nicht werten kannst. Aber da ist nicht mehr aks Mittelmaß. Wie für jeden. Du sendest nicht aus, sondern ziehst an, bis zur Bedrohung. Wirst zum Objekt vom Subjekt, bist aber genauso Objekt und Subjekt, wie andere auch. Wirst deine Beziehungen nicht los, deine Ideen nicht los. Dass da zwar immer ein bisschen ist, aber nicht alles sich nur um dich dreht. Du hältst aus, Panik und Angst gehen, doch du bleibst das Objekt das Subjekt um das sich absolut alles dreht. Das lehrt dich deine kindlich naive Erfahrung und Gewohnheit. Du hast nie gelernt hinter den Spiegel zu gucken. Du bleibst das Kind, dass in der narzisstischen Phase stecken geblieben ist. Du siehst gar nicht, dass man die Welt auch anders sehen kann. Klar, du siehst die selben Farben, aber du hast andere Beziehungen, andere Ideen. Nichts besonderes, aber du hältst dich für besonders. Wirst die Beziehungen nicht los. Ja, auch kreativ, aber trotzdem nichts besonderes. Du wirst immer eine Idee finden, eine Beziehung, die dich stillschweigend in den Mittelpunkt aller Beziehungen stellt. Doch ist man deshalb erstens nichts besonderes und zweitens bleibt es eine Einstellung, eine Sichtweise. Ist es die Brille die das Kind vom Erwachsenen unterscheidet. Jeden Tag wirst du meinen der besondere Mittelpunkt zu sein, denn als das Kleinkinder wachen wir auf. Doch was willst du glauben? Woran dich wirklich erinnern? An welche wirklichen Erfahrungen? Aus welchen tatsächlichen Erkenntnistheorie willst du lernen? Willst du weiter bei Null anfangen? Warum nicht gleich darauf bauen, dass Beziehungen marginal sind, dass die Ideen gut sind, aber Fantasie sind. Ideen nur Eifersucht, nur Illusion sind. Dass da nie eine tatsächliche Beziehung war.

Das was du liebst, war nie da. War immer unverbindlich. Das was du liebst, war nur eine Idee, nur Illusion. Deine Liebe zu ihr, war von ihr nie da. Sie war stets unverbindlich, nie da. Die Beziehung nur eine Idee, nur ein Traum. Deine Liebe selbst sogar, also deine Idee, machte darauf aufmerksam, dass sie bloß eine Idee ist, nichts besonderes. Deine Idee sagte dir sogar, dass sie selbst gar nicht da ist, dass sie ein Traum und nicht real ist. Das Spiel fiktiv ist. Sie gar nicht will und sogar Zeichen gibt, dass sie nicht will. Sie aus ihrer unverbindlichen Position immer sah, dass du im Traum, im Wahn, in der Fiktion lebst. Ja, schlau seid ihr beide, aber in andere Positionen. Sie aus Distanz, du aus der Bindung, der Nähe, der Symbiose. Das Spiel hat ihr gefallen, aber nur das spannende bauchpinselnde Spiel, nicht aber wenn Fiktion und Realität zusammenfallen, wenn das Spiel und die Beziehungsidee ernst wird. Dann bleibt sie in der machtvollen Position von außen, bleibt sie in der Distanz und schaut drauf. Sie hat alles immer gut erkannt, aber nie gewollt.

Autistart

Dienstag, 1. Mai 2012

Der Unterschied

Ein Mann kommt zum Rabbi und möchte wissen, woran es wohl liege, dass die Armen oft so aufgeschlossen und hilfsbereit sind, die Reichen hingegen fast nie.
Da forderte der Rabbi den Mann auf, aus dem Fenster zu schauen und zu beschreiben, was er dort sieht.
"Also, ich sehe Wolken, eine Frau mit Hund, ein Auto fährt vorbei…"
Dann bittet der Rabbi den Mann ins Zimmer zu kommen und in den Spiegel zu schauen
"Und was siehst du hier?"
"Mich."
"Da hast du die Antwort auf deine Frage. Beides ist Glas. Aber sobald nur ein bisschen Silber dahinter ist, siehst du nur dich selbst!"




Loslassen von


Loslassen von Vollkommenheit.
Von Vergangenheit
Von verpassten Chancen
Von Gedanken
Von Fixierungen
Von Zeit
Sturem. Stolzem
Wer zu sein
Vom Müssen und Sollen
Läuft es. Einfach so oder könnte es...


Jetzt sein. Hier. Leben.
Timeisnowhere, but lost.





Angst vorm Versagen, vorm Alleinsein

Also bist du Opfer deiner Einsamkeit. Kannst du das Alleinsein nicht genießen. Bist in Vergangenheit und sorgst dich um die Zukunft. Nur selten im Hier und Jetzt. Vorsorgen treffen. Angst vorm Scheitern, nicht wer zu sein, nicht groß genug zu sein. Könnte auch alles einfach laufen. Hast genug Geld, auch Perspektive, aber du siehst dich grübelnd. Im Gefängnis der Einsamkeit, des Grübelns. Du hast eigentlich keine Sorgen, aber bleibst Opfer in deinem selbst geschaffenen Gefängnis des Grübelns und der Einsamkeit. Kein Grund ängstlich zu sein. Wovor? Dass der Erdboden dich verschluckt, dass du auf der Straße landest, einsam bleibst? Genieße das Alleinsein, mach dich zum abhängigen Opfer, zum Sklaven. Selbstbestimmung, autonom. Wovor hast du Angst? Vor deinen Ideen? Vor deinen Prognosen, vorm Versagen? Es ist die Angst vorm Loslassen, nicht selbstbestimmt zu sein, denn in deinem Gefängnis siehst du noch mehr Selbstbestimmung, aber eigentlich verschwendest du Lebenszeit.



Sonntag, 29. April 2012

Ungleichgewicht - Unzufriedenheit - Unvollkommen


Das Ungleichgewicht wird zum ewigen Korrekturversuch und damit das Ungleichgewicht nur noch größer. Wäre es doch besser gewesen, es einfach stehen zu lassen. Zu sagen, ich bin nicht vollkommen und ich bin so, habe auch meine Macken. Wäre es besser gewesen, damit zu leben und damit auch zu genießen. 




Abstand zu halten, Respekt zu wahren, Diskretion und Distanz. Den anderen wirklich zu sehen, ihn kennenzulernen. Leider habe ich das aber nicht geschafft. Ich begehrte zu sehr, Angst vorm Alleinsein, Angst den anderen zu verlieren oder ihn nicht zu gewinnen. Und dann war er auch schon fort, doch ich im ständigen hinterher, im ständigen korrigieren, im Versuch es nochmal gerade zu biegen. Doch leider keine Chance, unverzeihlich. Hätte man es doch einfach gleichmütig so stehen lassen sollen, müssen, können. Ohne ein Lachen, ohne eine Fratze. Dem ist aber nicht so gewesen, ganz im Gegenteil. Es ging um einen Triumph, um eine Belohnung, um einen Verdienst. Doch alles Bullshit, warum lässt man die Liebe nicht einfach einfach sein und mehr oder weniger sich selbst überlassen. Ohne ein Zwingen, ohne Druck auszuüben. Es zu lassen, stehen zu lassen, einfach zu halten. Ein genussvolles Kennenlernen, ein Diskurs, ein Hin und Her, auch zuweilen etwas mehr Unverbindlichkeit, etwas mehr Freiheit. 

Ein Warten, ein Gedulden, ein PingPong, eine ewiger Diskretionsabstand. Diesen auch mal durchbrechen, aber dann wieder in Ausgangspunkt verweilen.Die Zeit, Zeit sein lassen, ohne Druck, ohne Stress, ohne Absolutes, ohne Zwingen, ohne ein Durchbrechen, Ausbreche oder Verrennen, sondern einfach mit sich und auch mal zu Zweit sein. Leider ging all das aber damals nicht. Heute ist man schlauer, reifer, hat etwas gelernt. Aber für dich ist es zu spät mein Schatz, mein Engel. Viel zu spät und wer weiß auch schon, obdann etwas aus uns geworden wäre. Niemand weiß. Was wahrscheinlich ist, entzieht sich ja doch nur der realen Fakten.Die Wirklichkeit ist ein Arschloch, aber gerade das wirkliche Jetzt gilt es wohl zu genießen. Ohne größere Anspannung, Stress und Druck. Probleme einfach mal Problem sein lassen und das Jetzt leben, die Umwelt sehen, die Anderen mal anders sehen, mal anders kennenlernen, als nur durch du schmerzverzerrte Brille. So wie sie sind, das ändert sich ja doch dann ständig von Tag zu Tag, usw.Wer bist du mein Schatz? Ich habe dich nicht kennenlernen dürfen, vielleicht auch, weil ich mich selbst noch nicht gut genug kenne. Keine Pausen kenne und mich im Schmerz verzehre, anstatt mal eine Pause davon zu machen. Unendliches Leid, ein Leben lang. Das läuft nicht weg, also warum nicht mal eine Pause machen?

Freitag, 27. April 2012

Es ist nicht länger die Angst vorm Alleinsein

Allein bin ich schon sehr lange, war oft einsam, ziemlich oft. Hatte oft Angst, wenn ich alleine war, aber auch wenn ich nicht alleine war. Hatte auch oft Panik. Aber viel schlimmer ist das, wenn ich nicht kommuniziere, wenn ich mich nicht mitteilen kann. Dann bricht eine Welt zusammen, dann kommen die Gedanken, dann komm ich nicht klar, dann spinne ich rum. Dann wird alles extrem, dann wird alles weit gesponnen. Dann wird geträumt, dann wird philosophiert, dann habe ich Ideen. Dann kommt das dunkle, dann kommt das helle. Dann lenkt mich alles ab, dann kann ich mich nicht konzentrieren. Dann geht alles weiter, dann dreht sich alles weiter. Dann kommt der Strudel, dann bin ich abhängig, dann bin ich kleinlaut, dann bin ich nicht mehr selbstbestimmt. Dann kommt die Angstlust, dann bin ich Kind, dann kann ich mich nicht wehren. Dann wird das was nah ist, mikroskopiert, das was fern ist, teleskopisiert.





Wenn ich alleine bin, dann bricht alles ein, bricht alles zusammen, dann wird es schwarz, dann muss ich kämpfen. Aber nichts nutzt. Dann habe ich heute keine Ängst mehr, dann habe ich heute Wut, dann hatte ich mal Angst, dann hatte ich mal Selbstmitleid, dann hatte ich mal Trauer, dann hatte ich mal Hoffnung, dann hatte ich mal Realitätsverlust. 

Verlor ich die Kontrolle, meine Selbstbestimmung, meinen Willen, meine Grenzen, meine Fassung, meinen Haushalt, meine Konsistenz. Werde ich inkontinent, löst sich alles auf. Verliere den Respekt, verliere den Verstand. Muss Grenzen überschreiten, erzwinge Kontakte, habe keine Geduld. Weiß nicht wohin, weiß nicht wohin mit der Lust. Bin Gefangener.

Verstand verloren. Verrannt. Aber sie wusste nicht um meine Probleme. Darum, dass ich Sklave meiner Einsamkeit bin. Wusste nicht das ich Opfer meiner Abhängigkeit bin.
Also bin ich zum Psychopathen geworden, der Grenzen überschreitet. Jemand der Grenzen überschreitet, weil er keinen Standpunkt, kein zu Hause mehr in sich hat. Keine Festung mehr in sich hat. Jeglichen Respekt verloren, jeglichen guten Geschmack, jegliches Benehmen verloren. Ich konnte sie nicht lassen. Ich musste erzwingen. Ich konnte es nicht ruhen lassen, ich konnte es nicht genießen. Auch weil ich das Alleinsein nie genießen konnte. Weil ich immer abhängig blieb, auch wenn ich schon längst alleine und selbstständig war, ich schon längst für mich selbst sorgen konnte und doch blieb ich immer abhängig. Ich war nicht der der sich selbst begrenzt erlebt und trotzdem oder deswegen nicht ohnmächtig. Ich war nicht der der selbstbestimmt lebt. Ich war nicht der, der seinen Mund aufmacht und auch mal auf die Kacke haut, denn er hatte immer Angst verlassen zu werden. Ich war auch nicht der, der seine Beziehung selbst aussucht. Ich war immer der der aus Einsamkeit in etwas hineingerät. Ich war immer der Panik hatte, der Sorgen hatte, der jammerte und selbstmitleidig. Ich war der nicht klar seine Meinung sagte, denn er empfand seine Beziehungen immer als labil. Ich war nicht der, der sicher ist, der zu Hause eine Sicherheit hatte. Ich hatte auch keine Rückzugsmöglichkeiten, nichts war sicher. Ich konnte nirgends auftanken. Konnte nichts planen. Existentielle Angst. Konnte nicht mit mir alleine sein. Konnte aus mir heraus nichts planen, kann mich nicht konzentrieren, kann nichts machen.


Ich konnte mir nicht in Ruhe überlegen, wen ich treffen will. Bei mir drohte alles einstürzen. Immer auch die Angst, es könnte das letzte mal gewesen sein. Man spürte das man anders war, aber man wusste nicht was. Wie sollte man das hinkriegen, nicht länger unter der Reflektion zusammen zu brechen. Dass der Schädel nicht einbricht, das man klar bleibt, selbstbestimmt bleibt. Das Leben auch mal genießt. Das das Leben nicht länger ein erledigen, ein überbrücken ist, nicht länger nur aus Pflichten entsteht. Ich wollte wie jeder andere auch, mein Alleinsein gestalten. Wie jeder andere auch, im Alleinsein nicht zusammenbrechen. Wie jeder andere auch für sich beschäftigt sein, planen können, genießen, träumen reflektieren, ohne dass es zur Folter wird. Ohne Macht, ohne Lachen. Ich wollte alleinsein ohne Schmerzen. Ich will konzentriert mit mir alleine sein. Ich will Leute treffen nicht aus der Abhängigkeit, Einsamkeit und Verzweiflung heraus. Ich will Leute treffen, weil sie mich interessieren, ich will Leute treffen, um mit ihnen was zu unternehmen, Leute auch treffen, weils lustig ist. Ich will nicht länger Leute treffen, weil es mir schlecht geht. Ich will nicht länger Leute treffen, von denen ich glaube, dass sie sich aus Mitleid mit mir treffen oder weil sie mir helfen wollen oder meinen zu müssen.

Ich will keine Macht, aber eine Zielrichtung, eine Selbstbestimmung. Ich will aus mir heraus handeln. Mit nem Plan oder sowas. Ich will zuversichtlich sein. Nicht länger abhängig sein, sondern selbstbewusst. Ich will gefasst sein, kontrollierter sein. In mir sicher sein, in mir zu Hause sein. Ich will meine Grenzen und die Grenzen der anderen kennen. Ich will niemanden zwingen. Raus aus der Hilflosigkeit. Nicht aus der Einsamkeit heraus handeln, sondern aus der Unabhängigkeit heraus. Aus der Selbstsicherheit, aus der Selbstzufriedenheit. Nicht aus der Traurigkeit oder aus dem Selbstmitleid heraus. Auch nicht länger aus der Sehnsucht heraus. Ich will es nehmen wie es kommt. Auf die Richtige warten, aber ich selbst will mein Anker und meine Festung sein. Das ich mich auf mich verlassen kann. Das ich in mir ruhen kann. Das ich mit mir alleine im Frieden leben kann. Das ich nicht aus einer Macht oder aus einem Taktieren heraus handel, ohne eine Fratze, ohne ein Lachen. Sondern friedlich mit mir selbst bin. Nicht aus einer Panik heraus. Weil ich Selbstsicherheit habe. Mit mir alleine sein kann und auch will. Ohne das mein Herz springt, ohne Panik. Aus einer Existenzsicherheit heraus. Ohne eine Aufregung nur weil man mich treffen will, ein Eis essen will. Aus einer Ruhe und Gelassenheit, einer Gleichmütigkeit. Was soll schon passieren? Ohne mich und den anderen unter Druck zu setzen. Ich komme alleine klar, muss niemanden zwingen. Keine Not. Mir gehts gut im Alleinsein. Ich brauche auch Menschen, aber ich muss sie mir nicht erzwingen, sondern kann frei entscheiden, kann frei meine Meinung äußern und wenn ich jemanden kennenlernen will, ihn vorher fragen.

Donnerstag, 26. April 2012

Single

Du lebst gut als Single. Hältst die Einsamkeit aus, aus Einsamkeit musst du nicht in eine Beziehung gehen. Du spielst mit Beziehungen. Du hast keine Angst, dir gehts gut. Bist stolzer Single. Hast dich eingerichtet, lebst allein und lebst gut damit. Kannst für dich selber sorgen, machst deinen Gang, deinen Weg, hast deinen eigenen Willen, verwirklichst dich, versuchst die Selbstbestimmung, die Autonomie, die Unabhängigkeit dein Ziel. Auch du kennst die Sehnsucht, aber der Richtige soll es sein. Du legst dich nicht fest, du willst nur spielen. Ein bisschen flirten, sich gut fühlen, dass man umschwärmt wird, aber dich für jemanden entscheiden, das wirst du nicht. Du bist kein Sklave deiner Einsamkeit. Du lebst gut damit, du hast keine Angst vorm Alleinsein, du hast keine Angst zu vereinsamen. 


Du bist selbstständig, relativ frei, bist erwachsen, bist reif. Du musst nicht in eine Partnerschaft aus Angst, aus Unsicherheit und Abhängigkeit. Du willst so sein wie du bist, du willst so werden wie du bist, du willst weiter unabhängig sein. Eine unabhängige Frau, fast feministisch. Du willst dich nicht unterwerfen und du willst auch niemanden, der sich unterwirft. Die Realität ist dir wichtig, auch träumen, aber du hängst den Träumen nicht nach. Du weißt um Realität und willst das kindliche Verliebtsein nicht. Die kindlichen Beziehungen nicht, du hast dich entschieden, aber nur dafür entschieden, sich nicht für die Liebe zu entschieden. Du hast dich für deine relative Freiheit entschieden, du hast dich dazu entschieden, unabhängig zu werden, es selbst zu machen, mit der Einsamkeit zurecht zu kommen. Hast dich gegen die Liebe, gegen das Verliebtsein entschieden, hast dich dafür entschieden, das optimale Bündel eines Partners zu wählen und nicht länger das Absolute. Jetzt willst du nur noch das Beste, aber nicht mehr das Wahre, nicht mehr das Ewigliche, nicht mehr das Absolute. Ab jetzt entscheidest du rational. Behältst deine Sehnsucht für dich und gehst damit nicht mehr hausieren. Du behältst dein Herz für dich, deinen Kern für dich, deinen Schmerz für dich. Du legst einen Film darüber, eine Salbe, einen Mantel, einen Panzer. Du liebst nur noch rational, den Besten, den Optimalen. Du gehst nicht mehr vorrangig nach dem Gefühl, jetzt gehst du nach optimalen Werten, nach Status, nach Erfolg und was weiß ich noch. 
Es geht immer auch um ein Kennenlernen, das sehe ich ein. Aber du hast dich gegen große Gefühle entschieden, gegen die wahre Liebe entschieden, vielleicht auch gegen die ewige Liebe entschieden. 



Du stürzt dich nicht länger in Beziehungen, du wartest ab. Kühl, rational und distanziert und da ist auch nichts falsch daran und doch hast du dich für Spielchen entschieden, für eine gewisse Rücksichtslosigkeit. Du hast dich gegen dein Kind entschieden, nur weil du meintest einen Frieden mit dir ausmachen zu müssen, aber hast dabei missachtet, dass auch noch Kleinkinderliebe gibt. Die willst du nicht mehr, du bist heute erwachsen, bist frei und jeder muss selbst mit Zurückweisungen klar kommen oder sollte ich etwas Rücksicht auf Psychosen nehmen? Sollte ich etwa Rücksicht auf Schmerzen nehmen? Ich wollte dich doch immer nur unverbindlich kennenlernen, ganz unverbindlich, ganz ohne Zwang, ganz ohne Druck, ganz ohne Erwartungen. Einfach nur Kennenlernen, weil ich dich einfach nur mochte. Mehr nicht und das darf ich auch, daran ist nichts verwerfliches. Ich wollte nur mal hallo sagen, dich unverbindlich treffen, auf ein Bier, auf ein Eis. Mehr wollte ich nicht, denn ich bin Single und das wollte ich auch erstmal bleiben. Ich will in keine Beziehung, wollte dich nur mal treffen. Mehr nicht und dafür muss ich mir nichts vorwerfen. Wärst du auch überzeugter Single gewesen, wäre das gar kein Problem gewesen. Dann hätten wir uns einfach nur getroffen und gut wäre gewesen. Ich bin immer Single gewesen. Immer aus Distanz, ich kenne diese existentiellen Ängste und Sorgen nicht die du hast. Ich kenne diese Angst vorm Alleinsein nicht. Ich kann meine eigenen Entscheidungen treffen. 
Weil ich dich mag und nicht uninteressant finde, wollte ich dich einfach nur mal treffen. Auf ein Eis oder was auch immer. Aber das wäre dann auch alles gewesen. Ich habe nicht geschwärmt, so wie du das immer tust und das wohl aus Einsamkeit. Ich weiß um die Realität, ich habe keine Angst vorm Alleinsein. Ich wollte dich einfach nur mal treffen und kein großes Ding daraus machen. Ganz entspannt, ohne Zwang. Ich bin eine unabhängige Frau und strebe nach Autonomie und dich wollte einfach nur mal kennenlernen, einfach so und nicht um in eine Beziehung zu geraten. Ganz unverbindlich und unverwerflich. 

Ich konnte doch nicht ahnen, wie du drauf bist. Was mit dir ist, dass du so unter deiner Einsamkeit leidest. Ich komme für mich alleine klar, aber das scheinst du wohl nicht zu können. Du bist in ständiger Abhängigkeit, aber das bin ich nicht. Du bist in ständiger Anspannung, ständig unter Druck. Ich aber ich kann das Leben genießen, ich habe auch mal Ruhe. Ich kenne die Angst nur bedingt, dass mir der Boden unter den Füßen wegrutscht. Ich habe auch keine Machtgelüste, ich taktiere auch nicht. Ich habe einfach nur keine Angst vorm Alleinsein und kann mein Leben selbst bestimmen. Ich fand dich interessant, anders als die anderen, aber deshalb wollte ich nicht mehr. Ich wollte dich nur mal treffen. Mal ein Eis essen. Deine Vorfreude und Erwartungen sind unangemessen, denn für mich ist es ganz unverbindlich. Ich bin eine alleinstehende selbstbewusste Frau. Ich bin kein Opfer meiner Einsamkeit und muss in keine Abhängigkeitsbeziehung gehen, so wie du. Ja, jeder Mensch ist anders. Da haben wir uns also gehörig missverstanden. Ich will mein Leben in meinen Grenzen führen und das gilt es zu respektieren. Das ist selbstverständlich. Nur weil du einsam bist und all deine Grenzen aufweichst, nur um nicht länger einsam zu sein, dann kann ich da nichts dafür. Du hast das zu respektieren. So wie ich es auch akzeptiere, dass du anders bist. Du bist aber eben nur anders, weil du einsam bist und weil du mal Angst vorm Alleinsein hattest, weil die Welt mal über dich zusammengebrochen ist, du passiv wurdest, du deine Selbstbestimmung und Autonomie verloren hast, du bist abhängig geworden, zum Sklaven deiner Einsamkeit geworden. Bist an Menschen geraten und hast sie dir nicht selbst ausgesucht. Bist verwirrt, es ging immer hoch und runter, warst getrieben, aber wusstest nie darum, dass du deine Grenzen suchst, ein zu Hause suchst, deine Autonomie suchst. Du hast dich verlaufen, hast Angst vorm Versagen gehabt, hast dich stets unterworfen und klein oder groß gemacht. 
Ich wollte nur mal unverbindlich ein Eis mit dir essen, mehr nicht und das ist nichts verwerfliches. Was kann ich dafür, wenn du da soviel hineininterpretierst. Was kann ich dafür, dass es für dich gleich was außergewöhnliches ist, was kann ich dafür, wenn es für dich gleich was heiliges ist?

Ich lebe selbstständig, bin eine unabhängige selbstbewusste Frau. Was kann ich dafür, wenn du es nicht bist. Was kann ich dafür wenn du ein abhängiger Mensch bist, was kann ich dafür, wenn du ständig leidest und Angst davor hast, dass die Reflektion dich erschlägt, überwältigt und übermannt, was kann ich  dafür wenn du keinen eigenen Willen hast, deine Gefühle und Gedanken nicht kontrollieren kannst. Was kann ich dafür wenn du aus einer Opferrolle heraus entscheidest, ich aber aus einer Selbstbestimmung, ich aber aus einer selbstbewussten Haltung einer Frau, die alleine klar kommt und klarkommen will.

Spatz und Taube


Und wenn ich meinte ich habe dich sicher, dann warst du weg. Wenn ich dir näher kam, dann bist du verschwunden. Wenn ich dich besitzen will dann musst du weg. Wenn ich mich festlege, entscheidest du dich dagegen. Nie werde ich dich in Händen haben, diese Vorstellung gefällt dir nicht. Du kannst nicht bleiben, du musst weg. Du entscheidest nicht, legst dich nicht fest, willst dein Herr bleiben und da lässt sich nichts gegen einwenden. Jeder hat sein Recht, seine Freiheit. Du willst kommen, willst gejagt werden, ein Leben lang, aber nicht besessen werden. Willst das ständige Spiel, die ständige Neugier, keine Langweile. 


Aber ich will dich besitzen, immer bei dir sein, doch das kannst du nicht ausstehen, dann musst du weg. So bleibt es immer unsicher, immer spannend, aber so gehts nicht. Sollte mich kalt lassen, sollte ich cool und gelassen bleiben, doch das bin ich nicht, denn ich will nur dich. Geht aber nicht, denn bleibe ich ständig nah, musst du weg. Nehme ich dir die Luft, deine Freiheit, überschreite ich Grenzen und das kannst du nicht leiden, du willst nicht bleiben, du willst gehen, frei bleiben, unabhängig bleiben, autonom bleiben. Nie bist du in meiner Hand. In die Hand willst du nicht, du willst nicht die sein, die in der Hand bleibt, die zahm ist. Du willst wild bleiben, willst nicht wissen was passiert, willst es spannend, willst es offen, willst es frei, auf jeden Fall selbstbestimmt sein. Du bist das was sich nicht festlegt, du bist unentschieden, fällst keine Entscheidung, das ist dir fremd. Du willst getrieben sein, willst spielen, willst flirten, immer unentschieden sein. Du willst nicht ankommen, kannst es auch gar nicht. Willst dich selbst verwirklichen und gucken was kommt, was dir so passiert, wer dir da so über den Weg läuft. Und wenns dann passt, dann passt es. Solange bis es nie passiert und dann wählst du den Besten, den Erfolgreichen, den Reichen. Weil du zu lange deine Gefühle zurückgehalten hast, dich nie entschieden hast.


Denn du willst immer die sein, die meint, dass sie alle haben kann. Also hältst du alles offen, hältst alle unsicher, flirtest, aber machst keine Schritt in seine Richtung, wendest dich ihm nicht zu. Flirtest mit, aber entscheidest dich nicht für ihn. Legst dich nicht auf ihn fest, denn dann sind all deine Träume auf den Idealpartner vorbei, denn dann hast du Gewissheit, sowas wie Endgültigkeit, sowas wie Sicherheit. 


Dann bist du in seiner Hand, dann passiert etwas, dann besitzt er dich, dann habt ihr euch entschieden und festgelegt. Dann gehört ihr einander, dann seid ihr verbündet, doch das kannst du nicht entscheiden, dabei wünscht du dir nichts sehnlicher, als diesen einen Partner. Diesen suchst du, diesen erwartest du.



Aber warum hältst du dir dann alles offen? Spielst mit, flirtest mit. Weils Spaß macht, dir ein sicheres Gefühl gibt? Du ständig umschwärmt wirst, aber für alle nur auf dem Dach bist, für alle nur etwas vages bist, für alle nur ein unsicherer Traum bist, weil du es brauchst für deinen Traum? Weil es dir das Gefühl gibt, dass dann der kommt, der dich wachküsst, dem du dich an den Hals werfen kannst? Oder willst du für immer der Single sein? Du kannst es nicht leiden, dich festzulegen, aber du willst es genauso, nur nicht heute. Du wartest auf deinen Traum, auf dein Ideal. Aber flirtest alle mit, spielst alles mit, doch zuwenden und festlegen, das willst du nicht. Du willst deinen Märchenstatus der Prinzessin nicht verlieren, willst weiter träumen, rumfliegen, bodenlos sein, im Himmelsflug sein, das Kind sein und dann doch die erwachsene Frau sein, dann doch dein Ding machen und einfach machen.

Zuwenden, festlegen, entscheiden, das willst du nicht. Du willst flirten, du willst warten. Bis dein Ideal kommt, aber wahrscheinlicher ist, dass du dann den Besten, den Erfolgreichen willst. Also wird dein Ideal zum Optimum. Hast du dich dann fürs Märchen oder für die Liebe entschieden?

genauso

Ich und mein Leben ist genauso toll wie deines, ist genauso normal, genauso interessant. Nicht weniger aufregend. Bist du gewöhnlich wie anderen auch, wie ich auch. Auch ich bin nichts besonderes, bist auch du nichts besonderes. Ich bin genauso gut, nicht minder intelligent, nicht minder an Parties und tanzen interessiert. Habe einen nicht minderen Geschmack. Ich bin genauso toll wie du, nicht minder toll als du. Wir sind auch beide mal langweilig, sind auch beide mal einfach. Sind auch beide mal routiniert und reglementiert, strukturiert. Auch du bist nicht autonomer als ich, auch du hast Probleme. Dein Leben ist nicht bedeutsamer als meins, ist nicht wertvoller als meins. Jeder ist mal ganz einfach, ziemlich gewöhnlich, nicht jeder kann immer glänzen. Ich will dich nicht mehr ansehen als die Göttin, will deinen Bewegungen nicht länger glorifizieren, artifizieren. Auch du bist wie ich, eigentlich ganz langweilig, eigentlich ziemlich berechenbar. Man lernt sich kennen, du bleibst nicht auf ewig das Mysterium. Wir sind beide ganz schön normal, keiner ist größer, keiner ist aufregender, keiner kann alles, keiner weiß alles, keiner glänzt immer. Manchmal ist man ganz schön gewöhnlich und langweilig. Auch du kennst nicht jede Antwort, auch du bist nicht immer toll und sowieso niemals toller als ich. Dein Leben ist nichts besseres, auch wenn wir uns immer etwas neues ausdenken und voller Energie sind, aber toller ist das was du tust, was du liest, wie du liest, wie du trinkst, wie du gehst, auch nicht als was ich mache. Meine Mutter vergötterte auch stets mein Tun, mein Denken und so weiter, doch auch ich bin das nicht, auch ich bin nicht toller, nichts besseres oder besonderes. Auch ich muss das einsehen, auch ich muss aufhören all dieses, also das Urteilen meiner Mutter, auf dich zu projizieren. Auch du bist nicht toller, auch wenn es mir immer so scheint. Als gingest du in Zeitlupe, als wäre dein Geschmack vom anderen Stern. So habe ich immer das nachsehen, doch auch du bist nicht toller als andere Frauen, nicht toller als andere Menschen und erst Recht nicht toller als ich. Wir sind beide toll, interessant, gewohnheitsbedürftig, aber du bist nicht besser als ich, nicht großartiger. Du bist nicht wie ich, aber auch nicht toller als ich. Wir machen nicht alles gleich und doch sind wir gleiche Menschen. Wir unterscheiden uns, aber insgesamt sind und bleiben wir beide immer mittelprächtig, mittelmäßig. Man muss das lernen, einsehen. Bist auch nicht größer als ich oder als andere. Ich liebe das, aber ich will es nicht mehr vergöttern, will es nicht mehr glänzend, unwiderstehlich sehen nur weil du deine Art hast, die aber doch ein jeder und ich auch habe. Ich will mich nicht aufwerten, dich aber auch nicht. Will mich nicht länger abwerten und zu dir in Wettkampf stellen. Wir sind ganz schön mittelmäßig und einfach, nichts besonderes.

Ich solle doch mein Beuteschema ändern

Warum kann ich dich nicht bekommen?
Was spricht dich nicht an?
Was stößt dich ab?
Warum können wir kein Paar werden?

Eine andere mag genauso hübsch sein
Aber warum wird die andere besser passen?
Warum wäre es mit ihr weniger schmerzhaft?
Warum wäre eine andere idealer?
Was unterscheidet euch, was unterscheidet uns?

Es ist nicht der Typ, aber was dann?

Flirtest du anders? Siehst du etwas anderes?
Reagierst du anders? Was macht dich so anders?
Was verstehe ich einfach nicht?

Warum bekomme ich die die genauso hübsch ist, eher als dich?
Weil du dich nicht entscheiden kannst?

Die will ich haben
Aber warum kann ich die nicht haben?
Weil ich stürme?
Weil ich nicht warten kann
Sie sich nicht entscheiden kann
Ich so sehr verliebt
Aber sie cool und kühl ist?

Mittwoch, 25. April 2012

Histrion - Narzisst - Egoist

Verführst, weil du nicht anders kannst. Kokettierst, Flirtest, weil du nicht anders kannst. Du musst das machen, ob du es auch wirklich willst, das weiß ich nicht genau. Du musst spielen, brauchst Aufregung, du musst den Mittelpunkt herstellen, weil du nicht anders kannst. Alles ist eigentlich flüchtig, dabei meinst du du wärst tief, dabei willst du Tiefe, aber du kannst es nicht. Kannst es auch nicht zulassen, aber es ist das was du willst. So bist, so bist du geboren, so bist du erzogen worden. Du kämpfst mit deinen Konflikten, aber eigentlich weiß du gar nicht um sie Bescheid, denn du kannst sie nicht sehen, weil du an ganz anderen Fronten kämpfst, weil du dann vielleicht meinst, man erkennt das eigentliche Problem nicht, doch gerade das können wir sehen, aber du nicht.

Was willst du? Tiefe, Rettung, erkannt und entdeckt werden und dich dann doch abwenden? Eigentlich willst und brauchst du nur mal wieder Anerkennung, ein Feedback, das Gefühl, dass du was besonderes bist und dich dann doch wieder verabschieden, denn dann findest du es ja wieder Scheiße, dass man dich für etwas besonderes hält, aber eigentlich willst du nur das.
Und ein Problem lösen, das willst du auch, denn auch du träumst von Leidenschaft, von der Verführung und der Erlegeung, aber kannst es immer noch nicht zulassen. Das ist dein Wunsch, dein Trieb, dein Bedürfnis. Doch die Prinzessin kann es nicht regeln und deshalb leidet sie auch an ihrem Gemüt. Niemand kann es ihr Recht machen, dabei will sie doch auch, wie jeder andere auch, einfach nur mal schön animalisch gefickt werden. Aber sag es nicht zu laut. Doch sag es laut. Und dann will ich doch wieder was anderes, denn ich habe dann doch Angst entdeckt zu werden, ich muss abhauen, mir wen anderes suchen, ich halte Tiefe nicht aus, dabei ist es das was ich will. Und gefickt werden, das will ich auch. Auch endlich mal so versaut und pervers wie die anderen sein. So wie man es immer von den anderen hört, das will ich auch und ich sage es laut.

Dienstag, 24. April 2012

unverbindlich / kalte Schulter




Das Schlimmst muss nicht der Korb gewesen sein, nicht die kalte Schulter und die Unerbindlichkeit. Schlimmer wohl, dass es eine Affäre war. Ich Affären hasse.
Warum sollte ich der einzige gewesen in deinem Bett. Warum solltest du nicht auch mit anderen besonders teilen. Du bist ein aktiver Mensch, ein Mensch, normal, auch gewöhnlich, ein sexuelles Wesen. Du hast Sex und das sollte wohl Fakt sein. Auch deine Lust, deine Freude, dein Glück Fakt ist. Du bist nicht das einsame Wesen, dass ich mir immer wünschte. Du kommst klar, bist selbstständig, angekommen, zu Hause und vor allem ein sexuell aktiver Mensch. Nichts ist schlimmer für mich und das verfolgt mich den ganzen Tag, permanent, seit Jahren. 


Eifersucht, Neid. Deine Lust auf Sex. Dein Einlassen auf Affären. Du bist menschlich, aber warst meine Göttin. Das verträgt sich wohl nicht. Ich bin enttäuscht, dass du nicht hältst, was du versprichst, was ich erwartet habe. Meine Traumfrau tut das nicht.

Montag, 23. April 2012

Seinen Scheiß machen



Morgens aufzustehen nur an das zu denken, was ansteht. Nur auf das konzentriert was kommt und daran zu arbeiten. Dem nicht länger aus dem Weg zu gehen. 

Eine Anspannung, eine Konzentration und trotzdem irgendwie gelassen zu bleiben, gelassen zu werden.
Wie fühlt sich das an? Man sieht weniger das nichts, sondern vielmehr den Scheiß. Doch ohne diesen Scheiß, ist das Nichts, diese Leere, Einsamkeit, diese Qual, aber auch das Alles. 
Man fällt die Entscheidung für das "Wesentliche", für das Anstehende, das Kommende, die Arbeit. Man quält sich wieder dahin und sieht es nun wieder anders. Man lässt etwas hinter sich. Man beschäftigt sich weniger mit der "Nichtsfüllung", mit dem "Drumherum", mit den "Dämonen und den Geistern". 



Man ist konzentriert wie ein Jurist, konzentriert wie ein BWLer. Wie ein Spießer, wie ein Banker. Es interessiert nicht mehr die Leidenschaft, es interessieren dann keine Quälgeister mehr. Man bahnst sich seinen Weg, seinen Erfolg, man bahnt sich seine Karriere, nimmt sich das Leben, vor allem selbstbestimmter Weise und was ist schlecht daran? Irgendwann sollte man wohl diesen Weg machen. 

Jeden Tag aufstehen, dahin gehen, konzentriert und diszipliniert machen, sein Ding und seinen Scheiß machen. Und was ist falsch daran. Wie ein Jurist, wie ein Banker, geradlinig, auf das "Wesentliche" und nicht auf Fragen des Lebens oder der Stimmung, des Selbst konzentrierend. Das war mal das Ding, sollte es nicht mehr sein, denn es nimmt dir deine Bestimmung, löst sich auf, nimmt dir deine Selbstbestimmung, deine Autonomie.



Gibt dir aber Depression, nimmt dir Glück, nimmt dir Freude, nimmt dir den Spaß. Doch du bist überzeugt davon und hasst den Sinn des Lebens. Du bist überzeugt davon und wünscht dir eine Selbstmordgesellschaft eine dunkle Gesellschaft. Wünscht dir eine Gesellschaft der Anomie, des Chaos, der Erleuchtung, des Erwachens. Aber vielleicht sind alle längst erwacht und selbstbestimmt. 
Oder sie kommen eben anders und langfristig an die Fragen des Lebens, des Selbst und sowieso ist Weisheit kein Wettkampf. Wir kommen alle gleich auf die Zielgerade. Doch wer war bis dahin glücklich, wer hat etwas erreicht?

Hört nicht einfach so auf


Absurde Gedanken, absurder Zorn. Alles Kleinigkeiten und vielleicht Eifersucht auf deinen Willen, auf deine Stärke, auf dein Selbstbewusstsein.


Zu sehen, dass du glücklich bist, dass du lustig bist. Zu sehen, dass du anders bist, als das ich es mir vorstellte. Du bist nicht traurig, nicht verloren. Ich bin oder war das, aber nicht du. Dir geht es gut, machst dein Ding. Klar hast du auch Probleme, gehst nicht immer konzentriert gerade aus, aber dir geht es gut. Hast ein Leben. Kannst mit Sonnenbrille rausgehen, trägst Make-up, trägst Nagellack, kaufst edle Dinge, edles Mobiltelefon, exklusive Dinge, nicht jeder trinkt Almdudler, Rothaus, nicht jeder kauft sich ein MacBook. Du bist exklusiv, bist edel, hast Geschmack, dir geht es gut. Bei dir läufts doch ziemlich gut, du verkackst nicht, versinkst nicht in Selbstmitleid, jammerst nicht oder von all dem eben nicht zuviel. Du kommst immer wieder raus, du kriegst immer wieder dir Kurve. Klar versinkst du auch mal, aber du kommst wieder raus. Auch du findest nicht immer deinen Frieden mit deiner Vergangenheit, aber du jammerst nicht. 



Du kannst vor allem drauf scheißen, was andere denken, du machst einfach und das mache ich nicht, nicht weil es mir wichtig ist, was andere gerade denken, sondern weil es mir wichtig ist, wer ich bin oder war oder sein will. Ich will rein sein, aber schaffe es nicht, während du genau darauf scheißen kannst, denn dir bleibt es einfach wichtiger, dass es dir egal ist, was andere denken, damit du weiter einfach machen kannst. Ich trage keine Sonnenbrillen, erst Recht nicht diese RayBan-Brillen. Sind wir ganz anders oder ist es einfach nur ein absurdes Denken und Verhalten von mir? Ist das wichtig, hat das was zu sagen? Sagt es etwas darüber aus wer du bist? Wie du denkst? Ob du glücklich bist oder nicht? Ob du arrogant oder cool bist?

Alles Scheiße und es hört einfach nicht auf. Warum sollte es auch auf einmal aufhören? Wenn ich vor allem keinen Frieden damit machen. Vielleicht sind wir ganz ähnlich, aber doch ganz anders.





Samstag, 21. April 2012

Dienstag, 17. April 2012

Sie und Er

Sie:
"Ist doch kein Problem, dass du kein Geld hast"

Er:
"Doch, ist es, denn ich sehe die Welt ganz anders. Für mich ist nicht alles lustig. Ich muss mich Sorgen. Bin angespannt. Kann nicht vergessen, muss meine Probleme, meine Aufgaben des Alltags an mich reißen. Ich kann nicht einfach so auf die Kacke hauen. Ich muss mich ständig konzentrieren, weil ich nicht will, dass mir etwas davonfließt."

Sie:
"Oh, das kann ich verstehen, aber ich kann mich nicht ändern, darauf kann ich keine Rücksicht nehmen, denn dann empfinde ich kein Glück, keine Freude mehr. Vielleicht wäre ich dann so traurig wie du und das will ich nicht, kann ich nicht ertragen und will ich auch nicht aushalten, muss ich ja auch gar  nicht."

Er:
"Dann lass es uns trotzdem ausprobieren. Können wir zusammen Spaß haben? Vielleicht können sich unsere Arten von Humor ergänzen. Vielleicht können wir von einander lernen. Vielleicht kannst du etwas von meinem Ernst gebrauchen und sowieso bin ich nur ernst, wenn ich zuviel mit mir alleine ausmache und nachdenke."

Sie:
"Ich weiß nicht. Ich glaube, ich muss das nicht lernen. Auch ich bin mal ernst, so wie du auch. Aber wenn wir aufeinander treffen will ich mit meinem Gegenüber mich austauschen. Egal ob lustig oder ernst. Du aber bist einseitig, einseitig selbstbezogen oder nur auf mich fixiert. Du bist verliebt und das geht nicht. Das macht mich zum Einsiedler und einsam, weil wir keine Partner auf Augenhöhe sind."

2min. Zeitgeschichte zur U-Bahnstation im Kölner HBF

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